Band Filter

Request did not return a valid result

DEVIN TOWNSEND PROJECT - Deconstruction

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DEVIN TOWNSEND PROJECT
Title Deconstruction
Homepage DEVIN TOWNSEND PROJECT
Label INSIDE OUT MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.5/10 (2 Bewertungen)

Tausendsassa Devin Townsend beendet diesen Abschnitt seines 4-teiligen Project-Zyklus‘ mit den parallel erscheinenden Alben 3 („Deconstruction“) und 4 („Ghost“). Ersteres startet mit dem völlig verstörenden Ambient-Cyber-Teil „Praise the Lowered“, das definitiv nix zum nebenbei Hören ist. Überhaupt muß man wohl diese beiden jeweils über 70 Minuten langen Klangkosmen im Zusammenspiel mit den ersten beiden Teilen geniessen.

Wilde Metalabfahrten der Marke STRAPPING YOUNG LAD finden sich in den 145 Minuten eh kaum, da muß man selbst als Fan schon auf Hevy Devys Solosachen stehen. „Stand“ beginnt NINE INCH NAILS-mäßig monoton, kracht dann plötzlich wuchtig los und bombastet sich orgiastisch mit breiten Chören weiter. Kranker Stoff mal wieder, sehr extravagant, aber auch sehr einzigartig! Auch das spacig-manische, mit fix-monotoner Doublebass unterlegte „Juular“ steigert sich zu einem Bombast-Epos der abgefahrensten Sorte, knüppelt im Mittelteil mit Blasts alles weg und hoppelt dann bombastisch weiter. Das wirkt alles sehr überfrachtet. MESHUGGAH-Geklampfe eröffnet das vertrackte ProgBombastding „Planet of the Apes“, das noch zu den härtesten Tracks gehört, aber nicht minder schräg ist. „Sumeria“ schrubbt schön im Unterrhythmus, kommt aber auch nicht ohne “Zirkus“-Sounds aus. Der melodische Refrain torpediert das alles wiederum zusammen mit dem kurzen Blast, passt aber dennoch rein. Kompositorisch ist das hier ne ganz große Kiste, keine Frage. Aber so ganz schlüssig erklingt das Ganze allzu häufig nicht, zu wirr und zu abgefahren sind die Strukturen. Diesen positiven Wahnsinn hat er schonmal besser kanalisiert und in Songform gebracht. Das wilde Black Metal-Geblaste von „Pandemic“ bildet dann doch eine Brücke zu SYL, der opereske Gesang und die Streicher da drüber klingen schräg, wie es sich für dieses Werk gehört. Was ein wüstes Geschrote! Nachteil ist bei einigen Tracks deren Überlänge (teilweise über 10 Minuten), den an sich geilen Titeltrack hätte er auch etwas straffen können… wollte er aber mit Sicherheit nicht. So bleibt ein recht zerfahrenes, völlig abgepfiffenes Werk in der Schnittmenge aus SYL, Prog, Jazz, Ambient und Bombast mit der richtigen Portion Irrsinn und einigen anderen schrägen Sounds.

Dem können wohl nur wirkliche Fans des Meisters folgen! Die illustren Gastmusiker (u.a. Akerfeldt, Ihsahn, Oderus Urungus, Fredrik Thordendahl – unüberhörbar, wo! -, Floor Jansen oder Greg Puciato) sind allerdings in diesem Tornado kaum herauszuhören (ohne Infohilfe), zeigen aber nur ein weiteres Mal die Vielschichtigkeit dieser Scheibe auf.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

DEVIN TOWNSEND PROJECT - Weitere Rezensionen

Mehr zu DEVIN TOWNSEND PROJECT