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DEVIOUS - Vision

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Artist DEVIOUS
Title Vision
Homepage DEVIOUS
Label DEITY DOWN
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Auf ihrem dritten Langeisen “Vision” scheinen die Holländer DEVIOUS den Durchbruch anzustreben. Äußerlichkeiten wie ein modifiziertes Bandlogo unterstreichen den absolut positiven Gesamteindruck der durch eine druckvolle klare Produktion zusätzlich gestärkt wird.
 
Musikalisch fest im Death Metal verwurzelt finden sich dezent eingesetzt modernere Zutaten wie FEAR FACTORY Maschinenriffing oder hintergründige Keyboards. Zeitweilig fühle ich mich rifftechnisch auch an KATAKLYSM erinnert. Das alles soll aber keineswegs heißen, dass DEVIOUS nur den Großen hinterher hecheln, sondern hier durchaus ein eigener Stil zelebriert wird. Songs wie der Opener „Heritage Of The Reckless“ bestechen durch anspruchsvolle Strukturen, die die Kompositionen aber interessant halten, statt den Hörer zu überfordern. Heimkehrer Arnold oude Middendorp grunzt in unteren Kehlenregionen und erinnert von manchmal entfernt an GOREFESTs Jan Chris de Koeyer. Wobei sich hier DEVIOUS in Punkto Ausgefeiltheit und Spieltechnik keineswegs hinter der mittlerweile wieder begrabenen holländischen Legende verstecken brauchen. Angenehm sind hier vereinzelt eingestreut straightere Tracks wie der Albumhit „Respiration of Fear“, in dem dezente Keyboardteppiche im melodischen Refrain an HYPO oder eben KATAKLYSM erinnern. Geiles Ding! Mit thrashigem Stakatto-Riffing und ausgeklügelten Leads weiß auch „Impulse Overload“ zu überzeugen. Wer nun denkt, dass nicht auch mal ordentlich geholzt werden würde, dem seien Songs „Predifined“ oder „Abide“ empfohlen, bei dem Frank Schilperoort sein stets songdienliches Drumming auch mal in Blast Regionen hieven kann. „Disconnect“ bildet einen absolut würdigen Abschluss. Melancholisch im Midtempo beginnend steigert sich der Song schnell,  bietet Doppelleaads und einzelne Blast Eruptionen bevor ab und an das Tempo überraschend gedrosselt wird.
 
„Vision“ ist ein typischer Grower: Songs, die mich zunächst erstaunt/ verwundert haben, entwickeln sich nach dem dritten, vierten Durchlauf zu wahren Perlen des technisch anspruchsvollen Death-Metals und lassen dieses Album zu einem richtigen Langzeitvergnügen werden. Genre Freaks, die nicht total engstirnig sind und zudem interessante Songs zu schätzen wissen müssen hier ein Ohr riskieren.

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