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DEW-SCENTED - Icarus

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DEW-SCENTED
Title Icarus
Homepage DEW-SCENTED
Label METAL BLADE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.6/10 (136 Bewertungen)

Die Ruhrpott-Thrasher und „deutschen SLAYER“ um Frontsympath Leffe sind einfach eine Bank. Jedes Album beginnt mit dem Buchstaben „I“, so auch das 9. „Icarus“ in bald 20 Jahren Bandgeschichte. Auch wenn die Mannschaft mal wieder komplett erneuert wurde, es gibt wieder fett einen auf die 12.

Alles wie gehabt? Nicht ganz, denn so variabel und melodisch waren die Herren wohl noch nie. Nach dem Intro „Hubris“ kloppt „Sworn to Obey“ aber erst mal sämtliche Bedenken weg, ein Highspeed-Knüppler mit Blastparts, wie man ihn gewohnt ist. Und dennoch drängt sich gleich die melodische Gitarrenarbeit auf, die Soli setzen dem Ganzen die Krone auf – Extraklasse! „Thrown to the Lions“ schreddert schon arg am Death Metal lang, Leffe lässt einen mächtigen Eingangsgrowl los und grölt in seiner unnachahmlichen Art auch sonst etwas tiefer und aggressiver als zuletzt. Der Song setzt sich mit seinem moshenden Mittelpart und dem nahezu schon progressiven Break inklusive Wahnsinnssoli umgehend im Ohr fest und bietet eine willkommene Steigerung zu den letzten Alben. Da hat man technisch einige Schippen draufgepackt, prügelt aber andererseits dennoch vehement alles in Grund und Boden. Ganz großes Thrash-Kino! Das marschierende „Storm Within“ killt mörderisch und variiert das Tempo geschickt, während man im schon späte DEATH-artigen Hammer „Gleaming like Silver“ alle technischen Geschütze auffährt und die schon in Bandanfangstagen(„Ill-Natured“ 1999) vorhandenen Schuldiner-Elemente erneut vermehrt aufnimmt. Damit überrascht man den geneigten Thrasher denn doch ein wenig, denn in dieser Form war das nach den letzten Alben nicht zu erwarten, manövriert die Band aber ein wenig von der eingefahrenen Schiene fort und hat deutlich weniger mit SLAYER am Hut als früher. Auch wenn natürlich u.a.im schnellen „By my Own Hand“ Einflüsse der Kings nicht zu überhören sind.

Macht aber nix, denn DEW-SCENTED besetzen seit etlichen Jahren eine eigene Nische im Thrash-Bereich. Mit „Icarus“ liefert man erneut 10 formidable Abrissbirnen ab und manifestiert seine Spitzenposition im Highspeed-Thrash eindrucksvoll. Blastige Raketen wie „The Fall of Man“ bekommen vielleicht TESTAMENT in dieser Güte noch auf die Reihe, da braucht man sich auch international keinesfalls zu verstecken! Hoffentlich bleibt diese äußerst versierte Mannschaft jetzt mal etwas länger zusammen, damit uns in etwa 2 Jahren noch mehr Granaten wie die obigen, das slowere und deathige „Reawakening“, das rasierende „Destined to Collapse“, das voranschreitende „A Final Procession“(AMON AMARTH auf Thrash!) oder der völlig tötende Schlußknüppler „Perpetuated“ ins Hirn geblasen werden!

Bis dahin kann man sich aber an „Icarus“ ergötzen, bis die Murmel nicht mehr mitrotieren kann. Komplette Killerscheibe – K.A.U.F.E.N.!!!

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