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DIABOLIC FORCE - Old School Attack (Re-Release)

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Artist DIABOLIC FORCE
Title Old School Attack (Re-Release)
Homepage DIABOLIC FORCE
Label NO COLOURS
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Black-Thrash Retrokapellen gibt es mittlerweile viele, man denke hier z.B. an INFERNÖ, das mäßig gelungene Spaß-Nebenprojekt, zweier Musiker der norwegischen Avantgardisten von VED BUENS ENDE. Auch hat sich ein ganzer Zweig von HELLHAMMER-Verehrungs-Bands herausgebildet, von denen die deutschen WARHAMMER, die Brasilianer APOCALYPTIC RAIDS und die Uruguayaner INNER SANCTUM das berühmte TOM G. WARRIOR „Uh“ am authentischsten rauskotzen können. Eine weitere Band aus Brasilien hat sich nun schon seit einigen Jahren zum unheiligen Reigen purer Retro-Thrash-Bands hinzugesellt. Sie hört auf den standesgemäßen Namen DIABOLIC FORCE, auf den doch tatsächlich vorher noch keiner gekommen ist. 2003 erschien ihre Debüt Vinyl EP unter dem programmatischen Titel „Old School Attack“, diese EP wurde nun Ende 2007 von NO COLOURS auf CD wiederveröffentlicht.

Anders als die oben genannten Retrobands orientieren sich diese jungen Brasilianer nicht nur an einer vergötterten Bands der frühen Achtziger Blackthrash-Metal Szene, sondern versucht einen Stilmischmasch aus z.B. BULLDOZER, VENOM, HELLHAMMER und solchen frühen brasilianischen Thrash-Kultkapellen wie DORSAL ATLANTICA und VULCANO hinzubekommen. Im Großen und Ganzen ist es gelungen, auch wenn von Originalität nicht die Rede sein kann, aber wohl auch nicht erreicht werden sollte. Offensichtliches Ziel war es alles so authentisch wie möglich zu kopieren, dabei aber keine fremden Stücke zu covern, sondern eigene Riffs zu schreiben. Mit den „eigenen Riffs“ ist es freilich bei den eng umrissenen, freiwillig gesetzten Grenzen so eine Sache. Ich könnte jedenfalls nicht beschwören den ein oder anderen Part nicht doch einmal woanders gehört zu haben. Sei’s drum, die Authenzität, die Produktion, der röhrende Gesang und – auch ganz wichtig – die Pseudonyme (Whip Striker, Poison Hell und Bestial Killer) stimmen.

Der NO COLOURS Wiederveröffentlichung wurden noch fünf weitere Rehearsal Songs hinzugefügt, deren Proberaumsound auch nicht besser oder schlechter ist als bei den Studioaufnahmen vorher. Was nicht heißen soll, der Sound sei schlecht, er ist angemessen und eben so wie auf den alten Scheiben. Nostalgiker können zuschlagen, wenn es nicht bloß so viele Bands dieser Art gäbe. Das Cover ist übrigens der ersten MUTILATOR-Scheibe „Immortal Force“ (1987) nachempfunden, auch so eine glorreiche Band aus der Frühzeit der brasilianischen Death/ Black Metal Szene, der ja auch SEPULTURA entstammen.

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