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DIALIS - Precatio

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Artist DIALIS
Title Precatio
Homepage DIALIS
Label EIGENPRODUKTION
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Italien als erzkonservatives Land zu bezeichnen, ist nicht ganz fehlgegriffen, nicht umsonst hat der Papst seinen Hauptsitz in Rom. Da wundert es nicht, daß italienische Musiker mit sakralen Elementen spielen. Bereits das Cover von „Precatio“ zeigt, daß DIALIS christlich geprägt sind, was sich auch im Booklet mit Schwarzweissaufnahmen fortsetzt. Aber was nützt das kunstvollste Booklet, wenn die Musik daneben ist…

DIALIS scheinen ihren eigenen Pilgerweg zu verfolgen. Gitarre, Bass und Piano sind die zentralen Elemente in der Musik, welche geprägt von Melancholie und Tiefsinnigkeit oftmals schwerfällig dahinschreitet. Predigend steht Franco Bottoni am Mikrofon und bringt mit einzigartigem Timbre in der Stimme die heimische Stereoanlage zum erzittern. Dieses Timbre, welches durch Mark und Bein schwingt, ist es auch, welches „Precatio“ polarisieren lässt. Denn die dunkle, nach Nick Cave klingende Stimmlage ist emotional – wird aber schnell monoton. Wirkliche Abwechslung findet sich auch in den fünf Kompositionen nicht, selten sorgen begleitende Bläserinstrumente für atmosphärische Auflockerung. Rühmliches Highlight ist das sensible „Labyrinth of Senses“, welches akustisch eine intensive Atmosphäre erzeugt.

Ähnlich wie das Gebahren der katholischen Kirche polarisieren auch DIALIS mit ihrer Musik. „Precatio“ ist sehr atmosphärisch und lebt von seiner minimalistischen Akustik und der eindringlichen Stimme. Eine Annäherung fällt aber oft schwierig, so daß DIALIS wohl weiterhin ihren Weg eher allein gehen werden…

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