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DIANE WEIGMANN - Kein unbeschriebenes Blatt

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Artist DIANE WEIGMANN
Title Kein unbeschriebenes Blatt
Homepage DIANE WEIGMANN
Label ROTSCHOPF RECORDS
Leserbewertung
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3.3/10 (7 Bewertungen)

Nein, DIANE WEIGMANN ist mit Sicherheit kein unbeschriebenes Blatt. Bereits mit 15 Jahren gründete sie 1989 mit drei weiteren Freundinnen die LEMONBABIES. Nach vier Alben und unzähligen Konzerten befinden sich die LEMONBABIES seit 2001 in einer Art kreativen Pause und Diane startete im Alleingang durch. Inzwischen ist die dritte Solo-Langrille im Kasten, die über die Online-Plattform Pledge Music durch die Fans mitfinanziert wurde.

DIANE WEIGMANN ist stilistisch irgendwo zwischen ANNA DEPENBUSCH, ANNETT LOUSIAN und KD LANG einzuordnen. Ihre Musik ist gefühlvoll und sehr intim – angefangen beim melancholischen Opener „Zehntausend Meter freier Fall“ über das beschwingte, bläsergeschwängerte „Seltsam Still“ und das nachdenklich-schöne „Solange wie“. „Wie klingt das letzte Lied?“ fragt die Enddreißigerin und nimmt mit großen Emotionen Abschied, um wenig später mit „Immer schon ein Teil von mir“ ihr privates Familienglück zu besingen. „Hand auf’s Herz“ zählt ebenso wie die countryeske Single-Auskopplung „Sieben Leben“ zu den Nummern mit viel Drive, während „Tief“ und auch „So und nicht anders“ erneut leisere Töne anschlagen. Schwermut beherrscht das reduzierte „Weltweit“, ehe für „Ein Zimmer in Berlin“ nicht nur einmal mehr dezentes Country-Feeling aufkommt, sondern auch ein Gesangspartner in Erscheinung tritt. Den männlichen Teil der Geschichte eines One-Night-Stands mit der Option auf mehr erzählt Matthias Schrei, besser bekannt als BLOCKFLÖTE DES TODES und zweifellos haben die beiden mit diesem Track den Höhepunkt der Langrille abgeliefert, dem auf der Zielgeraden noch das mitreißende „Fast zu schön, um wahr zu sein“ folgt.

Die besungenen „Sieben Leben“ mögen für die sieben Platten stehen, die DIANE WEIGMANN im Laufe der Jahre gemacht hat. „Kein unbeschriebenes Blatt“ ist in dieser Reihe sicher ein ganz besonderer Meilenstein, denn erstmals stand keine Plattenfirma mit entsprechendem Budget im Hintergrund. Vielmehr hat Frau Weigmann für ihr jüngstes Baby ihren Bausparvertrag auf den Kopf gehauen, das Label Rotschopf Records gegründet und über das Förderprogramm Initiative Musik sowie das bereits erwähnte Crowdfunding-Portal Pledge Music Geld locker gemacht. Die Kohle ist in zwölf kleine Singer-/ Songwriter-Perlen geflossen, die das Herz wärmen und für jede Lebenslage den passenden handgemachten Soundtrack in petto haben.

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