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DIANOYA - Lidocaine

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Artist DIANOYA
Title Lidocaine
Homepage DIANOYA
Label GLASSVILLE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.7/10 (3 Bewertungen)

Die noch relativ jungen DIANOYA aus dem Nachbarland Polen wurden anno 2010 anlässlich ihres seinerzeit veröffentlichten Debüts “Oscurity Divine” seitens der einschlägigen Presse anständig abgefeiert und mit RIVERSIDE- und sogar PORCUPINE TREE-Vergleichen geradezu überhäuft. Mittlerweile liegt der Nachfolge-Dreher namens „Lidocaine“ vor und die Messlatte liegt angesichts der Vorschusslorbeeren naturgemäß relativ hoch.

Schon beim ersten Hördurchlauf zeigt sich vor Allem, dass man es hier definitiv mit einer Horde sehr kompetenter Musiker zu tun hat, die das oft unterschätzte Kunststück vollbringen, ihre Fähigkeiten stets in den Dienst des Songs zu stellen, anstatt einen tollkühnen Ritt durch sämtliche Skalen dieser Welt zu veranstalten. Umso wichtiger natürlich, dass das Songwriting eingängig genug und die Arrangements stimmig sind. Auch diese Hürde nehmen DIANOYA ohne größere Mühen. Die Stücke an sich, aber auch das gesamte Album wirken homogen und wie aus einem Guss. Und damit sind die hochtrabenden Vergleiche mit PORCUPINE TREE und RIVERSIDE dann schon gar nicht mehr so weit her geholt. Ich würde noch etwas weniger erdige DEAD SOUL TRIBE und evtl. ENCHANT (minus einer Prise Zauberhaftigkeit) ergänzen. „1000G“ oder das famose „Endgame“ seien hier stellvertretend als Hörbeispiele genannt, um dem interessierten Leser einen einigermaßen repräsentativen Ausschnitt des Spektrums von „Lidocaine“ zu präsentieren. Wie fast immer in diesem Genre empfiehlt es sich allerdings, das gesamte Album auf sich wirken zu lassen. Die Prog-typische, mal mehr, mal weniger ausgeprägte Versponnenheit benötigt eben genug Raum, um sich zu entfalten und einen Sinn zu ergeben. Gibt man dem Werk dann diesen Raum, wird man im Falle DIANOYA mit einem spannenden 55-minütigen Hörerlebnis belohnt, dass stets die Waage zwischen schwelgerischen Momenten und kraftvollen Kopfnicker-Parts zu halten vermag. Angenehm trocken und wuchtig produziert ist das Ganze außerdem, so dass der einzige Kritikpunkt einige minimale Unwuchten im Gesang sein können, der nicht immer mit der Qualität der Instrumentalfraktion mithalten kann. Aber da wären wir wieder beim Thema der hoch gehängten Messlatten angekommen.

Fazit: DIANOYA bestätigen die in sie gesetzten Hoffnungen und legen mit „Lidocaine“ ein Zweitwerk vor, dass zwar keine Neuerfindung des Rades des Progressive Rock darstellt, aber doch immerhin ein durchaus flottes Gefährt aus dem bereits erfundenen selbigen. Und auch daran scheitern ja schon nicht gerade die Wenigsten. Es lohnt sich also auf jeden Fall, beide Lauscher auf Empfang zu stellen.

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