Band Filter

Request did not return a valid result

DICK BRAVE & THE BACKBEATS - Rock’n’Roll Therapy

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DICK BRAVE & THE BACKBEATS
Title Rock’n’Roll Therapy
Homepage DICK BRAVE & THE BACKBEATS
Label RCA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.2/10 (5 Bewertungen)

Ja, ich gestehe. Auch ich bin dem Charme von Sascha Schmitz verfallen. Nicht unbedingt der SASHA-Schmusemusik, aber seiner grundsympathischen Art. Wenn der Wahlhamburger dann auch noch Alter Ego DICK BRAVE annimmt und mit seiner Kapelle THE BACKBEATS Rockabilly macht, ist es um mich geschehen. Nachdem 2003er Erfolg von „Dick This“ begibt sich SASHA aka DICK BRAVE jetzt wieder in „Rock’n’Roll Therapy“ und schickt sich an, erneut die Fifties und Sixties mit jeder Menge Schmackes aufleben zu lassen.

Entsprechend gibt das gut gelaunte „Rock Therapy“ mit viel Kontrabass die Richtung vor, ehe DICK BRAVE & THE BACKBEATS beweisen, dass auch in der DEPECHE-MODE-Nummer „Just Can’t Get Enough“ eine gute Portion Rockabilly steckt. Mit dem treibenden „Tonight (I Ain’t Rock)“ und dem nicht minder fordernden „This Girl Is Trouble“ überzeugt Dick mit seinen eigenen Songwriter-Qualitäten, während BRUNO MARS’ „Just The Way You Are“ in den Händen des Schmalzlockenträgers zum hinreißenden R’n’R-Schmachter wird. Bei „It’s Up To You“ darf ebenfalls tief geseufzt werden, bevor die Petticoats mit „Rolling In The Deep“ (im Original von ADELE) in Schwingung geraten. Mit „Come On“ steht ein cooler Stomper aus der Feder von CHUCK BERRY auf dem Programm, dem sich mit „Lover Doll“ verspielter Fünfziger-Jahre-Singalong anschließt. Die Punk-Rocker von GREN DAY haben ihren „American Idiot“ beigesteuert und finden ihn natürlich komplett runderneuert vor. Dank „Look At You“ gibt’s wieder was fürs Herz, während „Sitting, Waiting, Wishing“ (JACK JOHNSON) wieder Tempo aufnimmt und sich DICK BRAVE & THE BACKBEATS der QUEENS-OF-THE-STONE-AGE-Nummer annehmen, macht diese temperamentvolle Variante ebenso viel Spaß wie der coole Stoner-Track, der als Vorlage diente. Überhaupt steht der Fun bei bläserschwangeren Stücke wie „I’ll Be Satisfied“ oder dem pianolastigen „Who Will The Next Fool Be“ ganz klar im Vordergrund. Es ist einfach ein großes Vergnügen, dem Brave’schen Rockabilly zu lauschen und mir gefällt dessen energiegeladene Interpretation von „Use Somebody“ (KINGS OF LEON) eindeutig besser als das Original. Sich an eine ELVIS-PRESLEY-Nummer zu wagen, zeugt von Mut und tatsächlich ist „Always On My Mind“ wirklich gut geraten.

SASHA zieht seine DICK-BRAVE-Biografie bekanntlich gnadenlos durch und deshalb sprechen wir bei DB auch eigentlich von einem Kanadier, der seine ersten Erfolge Ende der Neunziger in der Heimat und den USA feierte. Dass er mit seinen Jungs 2006 auf PINKs Hochzeit gespielt hat, entspricht den Tatsachen und wir wollen auch mal glauben, dass Mister Brave einem Flugzeugabsturz zum Opfer fiel und sieben Jahre in einer kanadischen Blockhütte ausharren musste, bis ihn der ehemalige MTV-Journalist Klaas Heuer-Umlauf dort zufällig entdeckte und neben Freunden, Therapeuten und Fans half, Dicks „Rock’n’Roll-Amnesie“ Stück für Stück zu besiegen. Ein langer, schwieriger Weg, aber die „Rock’n’Roll Therapy“ hat sich gelohnt! DICK BRAVE ist wieder ganz der Alte und wird wie in der Vergangenheit seine Rockabilly-Anhänger zu begeistern wissen. Gute Laune ist beim Hören des Silberlings garantiert und wer DICK BRAVE & THE BACKBEATS live sehen möchte, braucht ein bisschen Glück, denn die meisten Termine der November-Tour sind bereits ausverkauft.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu DICK BRAVE & THE BACKBEATS