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DIE APOKALYPTISCHEN REITER - Riders on the storm

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Artist DIE APOKALYPTISCHEN REITER
Title Riders on the storm
Homepage DIE APOKALYPTISCHEN REITER
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

1996 war wohl eines der besonders wichtigen Jahre für die deutsche Metalszene. Damals erschien mit „Firestorm“ das erste Demo der APOKALYPTISCHEN REITER. Nur ein Jahr später schafften sie es mit „Soft and Stronger“ sich erstmals ins Lampenlicht zu rücken. Von da an ging es immer weiter bergauf. Mit ständig variierenden ideenreichen Songs und Texten setzten sie immer wieder Akzente. 1999 schafften sie wohl dann den richtigen Durchbruch mit dem Kultalbum „Allegro Barbaro“. Ein weiterer Meilenstein erschien dann 2004 mit dem Glanzstück „Samurai“, welches wohl auch gleichzeitig die Fans etwas aufrüttelte und zeigte, dass die Reiter ein unvergleichliches Gefühl für Texte und Melodien haben. Als typisches Beispiel darf da der Song „Die Sonne scheint“ erwähnt sein.

Nach dieser kurzen Retrospektive und nunmehr 10 Jahren „Reitermania“ hat die Band wieder ein neues Stück reitertypischer Musik auf einen Silberling gebannt und macht da weiter, wo man mit „Samurai“ aufgehört hat, und um eines vorweg zunehmen, die REITER haben sich wieder selbst übertroffen. Vor allem lyrisch wird einiges geboten. Typisch brachiale Texte wie beim Namensgeber der CD „Riders on the storm“ gehen Hand in Hand mit lebensbejahenden Stücken wie „Der Adler“ oder auch „Friede sei mit Dir“. Mit „Revolution“ rufen sie zum Kampf auf und bringen ein sehr emotionales Stück mit teilweise recht ungewöhnlicher Instrumentalisierung mit. Bei „Wenn ich träume“ treten sie dann wieder mit etwas Melancholie auf den Plan. So könnte man über jeden Song etwas berichten, da jeder seine besonderen Momente hat oder z.B. im Falle von „Soldaten dieser Erde“ oder auch „In the land of the white horses“ ein einziger besonderer Moment sind. Vor allem in der Instrumentalisierung haben DIE APOKALYPTISCHEN REITER noch einmal zugelegt und beweisen wie gut Akustikgitarren, Klassik- und sogar Blasinstrumente mit ihrer doch recht harten Musik harmonieren können. Aufsehen erregend ist wohl auch die Gesangsleistung. Ähnlich wie bei einer anderen recht bekannten deutschen Band namens BETHLEHEM (erstmals mit „Schatten aus der Alexanderwelt“) konzentrieren sich die Reiter neben der typisch aggressiven Stimme auch sehr stark auf cleane Vocals, die teilweise sogar opernhaft daherkommen. Diese gesunde Mischung und das richtige Timing, wann welcher Gesang passend ist, sorgen des Öfteren für Gänsehaut.

Abschließend komme ich wieder zum Thema Klang der Veröffentlichung. Ähnlich wie der Inhalt ist auch die Produktion wieder sehr gut gelungen und überzeugt auf ganzer Linie. Die Stimmenverständlichkeit ist auch bei den rauen Vocals immer gegeben und bei den harten Metalattacken geht niemals irgendetwas im Einheitsbrei unter. Und wer jetzt fragt, ob es etwas an dieser Veröffentlichung auszusetzen gibt, dem kann ich nur eines sagen: Wer die Band bis dato nicht mochte, wird sich hiernach womöglich auch schwer tun. Denn sie machen das, was sie am besten können – brachialen, melodieverliebten Metal mit variablem Gesang und teilweise ungewöhnlichen bzw. auch makabren Texten. Sie beweisen, dass deutscher Metal nicht automatisch wie RAMMSTEIN klingen muss und platzieren sich für meinen Geschmack mit „Riders on the storm“ auf dem Thron der deutschen Metal-Szene.

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