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DIE DROGEN - Jetzt im Handel!

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Artist DIE DROGEN
Title Jetzt im Handel!
Homepage DIE DROGEN
Label SONICSOUND MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Ein Onlinemagazin, das sich Terrorverlag schimpft, ist sicherlich durch staatliche Behörden auf Unbedenklichkeit überprüft worden. Ein ähnliches Schicksal ereilt sicherlich eine Band, die auf den Namen DIE DROGEN hört und ihren Erstling „Jetzt im Handel!“ nennt. Dabei sind auch die vier Herrschaften ganz harmlos und machen einfach nur deutschsprachige Musik, die gute Laune verbreiten will.

Anders als bei so mancher bewusstseinserweiternder Substanz dürfte es bei den zwölf Songs des Quartetts allerdings nicht zu irgendwelchen Nebenwirkungen kommen. DIE DROGEN nennen ihren Sound dem allgemeinen Antritt entsprechend „Junk-Pop“ und verweisen auf eine raffinierte Mixtur aus den ÄRZTEn und FRANZ FERDINAND, die sich wohl im Mitsingfaktor und der Tanzbarkeit der Lieder ausdrückt, sich mir jedoch nicht immer erschließt. Zweifellos lockt die Vorabsingle „Süchtig nach dir“ mit straighten Melodien auf den Dancefloor, hundertprozentig vermag der Funken bei den Münchnern allerdings nicht zu zünden. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass DIE DROGEN zu sehr auf bewährte Strickmuster setzen. Schon der Opener „Ana (ist die Beste)“ vertraut auf Indie-Gitarren mit ein bisschen Elektronik und einem Schuss Achtziger Jahre. Dazu noch ein Hauch Fun-Punk, der ein paar Songs lang auch bestens zu unterhalten weiß, irgendwann aber mehr oder minder unbemerkt im Nichts versiegt. Ok, gegen die zwingenden Rhythmen von „Guten Tag“ oder „Tanz mit mir“ kann man sich kaum wehren und mit einem Song, der sich im Refrain auf ein simples „Schalalalala“ beschränkt, hat man auch die Volltrunkenen mit Störungen des Sprachzentrums aus seiner Seite. Die kriegen im Zweifel auch noch ein „Leckt mich!“ gelallt, bevor sie beim melodramatischen „Irgendwann, vielleicht“ einen Moralischen bekommen. Dann doch besser wieder Sixties-Twang-Gitarren-Beats vom Schlage eines „Du bist die Sonne“, ehe das abschließende „Ohne dich“ noch einmal melancholisch-knackige Töne anschlägt.

Kein Volltreffer, aber immerhin solide Kost ohne gefährliches Suchtpotenzial. In Zeiten, in denen nicht einmal mehr in bayerischen Bierzelten geraucht werden darf, kann man vielleicht auch gar nicht mehr aus dem Freistaat erwarten.

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