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DIE KAMMER - Season 2: Views from the Inside

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Artist DIE KAMMER
Title Season 2: Views from the Inside
Homepage DIE KAMMER
Label DELICIOUS RELEASES/ MEMBRAN
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.8/10 (4 Bewertungen)

Mit „Season 2: Views from the Inside“ stellen die Musiker des Projekts DIE KAMMER das titelgemäß zweite Album vor. Englische Lyrics mit Melodien angefangen von konzertant über Country bis hin zum Pop. Eingängig, tanzbar fast immer. Die Violine als eines der besonderen Instrumente. Die Kombination aus Glocken und Growls erinnert so manches Mal an ein Puppenhäuschen, in dem schreckliche Dinge passieren. Stephen King mit seinen mystischen Horror-Romanen scheint nicht weit entfernt. Trotz aller Melodien wird bewusst ein Gefühl des Unwohlseins hervorgerufen.

„Endangered Memories“ schlägt leichte Country-Töne an, bleibt mit seinem schnellen Rhythmus aber überaus poppig und melodisch, trotz einiger kleiner gewollten Dissonanzen. „Sophie’s Circus“ gibt es dann in drei Teilen. Alleine schon die Blasmusik erzeugt Bilder eines alten Zirkus‘ im Kopf, Jahrmarkts-Geräusche, hin- und her schwingendes Trapez, durch die Luft wirbelnde Keulen. Clowns, die das Publikum begeistern. Einfach jeder Ton entführt in eine Welt jenseits der heutigen Realität. Mit einem frechen Schlagwerk lädt „Praying Mantis“ zum Tanzen ein. „Slipping Around The Corner“ macht im gleichen schnellen Takt weiter und erinnert an ein mittelalterliches Tanzlied. Erst mit „Mirror“ wird es dann wieder träumerisch langsam, die dunkle Gesangsstimme, die sanfte Gitarre, die Streicher, schon schweifen die Gedanken ab. Bereits beim ersten Album („Season 1: The Seeming and the Real“) hatte ich auf die Ähnlichkeit mit LEONARD COHEN hingewiesen. „Mirror“ reiht sich in diesen Vergleich ein. Von Harmonie bis Gefahr reicht das Gefühlsspektrum des Instrumentals „Views from the Inside: A Midsummer Night’s Dream“. Anfangs sanfte Töne mit immer lauter sirrenden Geigen zum Ende hin, die ein bedrohliches Bild erzeugen.

Überwiegend balladesk bleiben die Musiker Matthias Ambré und Marcus Testory ihrem Projekt treu und entlehnen einzelne Stücke und Sequenzen der Klassik und dem Folk. Durch den Einsatz entsprechender Instrumente schaffen sie außergewöhnlich gut klingende Musik, die sich in keine Schublade packen lässt und so manches Mal auch an den Soundtrack eines Films erinnert. Was so viele Bands versuchen, wird mit diesem Projekt zum Leben erweckt. Auch das zweite Album von DIE KAMMER wird seine Liebhaber ohne Schwierigkeiten finden.

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