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DIE KRUPPS - Wahre Arbeit, wahrer Lohn/ Der Amboss (Single)

Artist DIE KRUPPS
Title Wahre Arbeit, wahrer Lohn/ Der Amboss (Single)
Homepage DIE KRUPPS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung

Passend zur ersten Deutschland-Tour nach vielen Jahren bringen DIE KRUPPS auch mal wieder einen Tonträger auf den Markt. Allerdings in Eigenregie erstellt und nur auf den Konzertveranstaltungen erhältlich, in erster Linie als Dank an die treuen Fans, wie Jürgen Engler im Interview erklärte. Ein Label hat man aktuell nicht, aber das ist auch nicht nötig, um gute Musik zu veröffentlichen, wie man nach Genuss der knapp 13 Minuten ohne einen Zweifel feststellt. Ich habe selten 2 so mitreißende Tracks auf einer Single gehört, wobei ich mit dieser Meinung wohl nicht alleine dastehe, denn auch ohne Promotion ist das Teil schon in die DAC-Charts eingestiegen.

Zu den beiden Tracks: „Wahre Arbeit, wahrer Lohn“ ist natürlich als KRUPPS-Klassiker jedem Genreliebhaber bekannt. Nach der deutschen Originalversion folgte in Zusammenarbeit mit NITZER EBB die „internationale“ Variante „Machineries of Joy“, die auch als Namensgeber für eine erfolgreiche Sampler-Reihe fungiert. Für die Neuaufnahme hat man den ehemaligen NE-Recken Douglas McCarthy in Düsseldorf vors Mikro gezerrt („Lass mal rocken, Douglas“), der in dieser Version erstmals einige Lyrics auf deutsch vorträgt. Dazu kommt natürlich eine zeitgemäß fette Produktion, welche die Wucht der simpel-eingängigen EBM-Beats voll auf den Punkt bringt. Und die ja längst fest im Line Up installierte Gitarre, darf auch etwas wirken, allerdings nur im Hintergrund. Für Fans dürfte der 2te Song noch interessanter sein, handelt es sich doch hier um ein komplett neues Stück, allerdings „nur“ aus KRUPPS-Sicht, denn „Der Amboss“ ist die teilweise eingedeutschte Coverversion eines VISAGE-Tracks aus dem Jahre 1982 („The Anvil“, so hieß auch der zugehörige 2te Longplayer von Steve Strange & Co.). Hier holte man sich ebenfalls prominente Unterstützung in Form von CLIENTs Sarah, welche mit ihren markanten Vocals für eine zusätzliche erotische Komponente sorgt. Auch sie intoniert teilweise in deutsch, teilweise im Duett mit Engler, was zu sehr interessanten Momenten führt. Die musikalische Seite ähnelt der „A-Seite“: Knackige repetetive EBM-Beats, Groove ohne Ende, ganz leichter Gitarreneinsatz, glasklarer Sound!

Hier sind 5 Euro wirklich einmal gut angelegt, zumal es sich in kürzester Zeit um ein Sammlerstück handeln wird, soll doch nur „Wahre Arbeit, wahrer Lohn“ noch einmal auf einer Art Best of der breiten Masse zugänglich gemacht werden. Insgesamt scheinen die Herren auf ihre „alten Tage“ wieder mehr in Richtung klassischer Electro zu schielen und den Metal-Anteil hinten anzustellen. Gut so, wenn das Ergebnis dermaßen tanzbar, modern und aggressiv ausfällt. Geiles Teil für die Endlosschleife!

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