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DIGITAL FACTOR - One More Piece

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Artist DIGITAL FACTOR
Title One More Piece
Homepage DIGITAL FACTOR
Label WANNSEE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.0/10 (2 Bewertungen)

Meine erste und bisher einzige Begegnung mit DIGITAL FACTOR liegt über ein Jahrzehnt zurück und hieß „Relationchips“. Da sich diese CD nicht mehr in meiner Sammlung befindet, ruft ihre neue nun vorliegende Veröffentlichung „One more piece“ bei mir im ersten Moment ähnliche Gefühle hervor, wie wenn plötzlich der peinlichste One Night Stand des Lebens vor einem steht und unterhalten werden möchte. Das beiliegende Infosheet wirft den Begriff „Electronic Body Clash“ auf, ebenfalls kann man lesen, dass die Protagonisten Torsten Heise und Mike Langer sich zu einem Comeback entschlossen haben, weil sie über die Stagnation der Elektroszene enttäuscht waren. Auch das liest man oft, wird enttäuscht, und dementsprechend war die Motivation auf den Nullpunkt gesunken.

Doch was passiert nun? 14 Tracks und 54 Minuten später gehört „One More Piece“ für mich zu den großen positiven Überraschungen des laufendes Jahres. Keine Ansätze von Hellektro oder Future Pop, sondern eine Mischung aus Synth Pop und typischen EBM-Strukturen. Songs wie z.B. „Superlife“ gehen mit eingängigen Melodieläufen und gefälligem Gesang ins Ohr, wirken frisch, keine Spur davon, dass sich hier irgendwo angebiedert werden muss. Sprachlich wird sowohl auf die deutsche als auch englische Sprache gesetzt. „The Li(e)ons“ erinnert an derzeit angesagte EBM-Beats Marke SPETSNAZ., der Text Deutsch, ohne aber in irgendwelche Plattheiten zu verfallen. Gleich danach mit „Morning Star“ wieder einer dieser Songs, der mit beeindruckender Leichtigkeit eingespielt wurde. Forscher geht dann „Bullet“ zu Werke. Überraschend, da die ersten Klänge eher an Großraumdisco erinnern: „Conspiracy“, dieser Beat bleibt erhalten, ansonsten wird hier aber sehr reduziert zu Werke gegangen, verfeinert mit einer hypnotisch wirkenden Frauenstimme, sicher eins der Highlights dieses Albums. „Revolution“ wirkt auf mich wie der legitime Nachfolger von X MARKS THE PEDWALKs „Facer“, wenn noch einer diesen Song kennt… .

Die restlichen vier Stücke steuern das Album sicher ins Ziel, wobei der Track „Die Liebe“ gleich in zwei Versionen zu hören ist, dass Original recht poppig, während der „greyhound-rmx“ in Richtung Industrial geht. Insgesamt ein rundum gelungenes Werk.

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