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DIN [A] TOD - The Sound of Crash

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Artist DIN [A] TOD
Title The Sound of Crash
Homepage DIN [A] TOD
Label OUT OF LINE
Leserbewertung
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6.6/10 (9 Bewertungen)

Ganze 3 Jahre nach ihrem selbstbetitelten Demo darf ich nun endlich das offizielle Debüt der Hauptstädter DIN [A] TOD besprechen. In dieser Zeit ergatterte man einen Plattenvertrag (sagt man das heute noch so?) bei Out Of Line, erweiterte das Bandgefüge (man agiert nun als Trio in der Besetzung Sven, Claudia und Phelix aka Philip) und verfeinerte das Songwriting dermaßen, dass man Produzentenlegende John Fryer für den Mix dieser Scheibe gewinnen konnte. Natürlich überaus passend bei dem sehr 80ies orientierten Sound des Trios, das als Einflüsse Legenden wie die SISTERS, NEW ORDER, FAD GADGET oder THE HUMAN LEAGUE angibt. Aktuell agiert man als Opener der diesjährigen Label Festival Tour, um den Namen DIN [A] TOD in der Szene zu etablieren. Der Werbeaufwand erstaunt fast ein wenig, klingen die Protagonisten doch relativ unkommerziell, nichtsdestotrotz bzw. gerade deshalb aber sehr interessant.

Grob gesagt handelt es sich bei „The Sound of Crash“ um eine Mischung aus Wave und Elektro, klassische Liedstrukturen aus den guten alten Zeiten der hochtoupierten Haare in synthetische Klänge gegossen, ergänzt um Gitarren-/ Bassspuren sowie eigenwilligen Gesang. Dieser ist sowohl gemischtgeschlechtlich wie auch betont unbeteiligt ausgeführt, ja fast ein wenig leierig. Eben für die „perfektionistischen Ohren“ der Neuzeit auf den ersten Blick etwas ungewohnt, doch die Auseinandersetzung damit lohnt. Dann wird man schnell den einen oder anderen kleinen Clubhit entdecken. Zu nennen wäre hier „Living Dead“ mit den deutschen Gesangsparts sowie „Carol’s Fascination“ als Mix aus NEW ORDER/ JOY DIVISION Klängen und Indieesker Damenstimme. Hier zog ein Kollege Parallelen zu Boas Pia Lund, was durchaus nachvollziehbar ist.

Der richtige Soundtrack, um mal wieder erhaben hypnotisch über den heimischen Clubfußboden zu schweben oder auch zu Hause eine gute Flasche Absinth zu köpfen. In heutigen Zeiten der Ideenarmut eine wichtige und gelungene Scheibe, eine gewisse 80er-Affinität ist aber für das persönliche Wohlgefallen unbedingt von Nöten. Lediglich das Cover erweckt ein wenig den Eindruck, für potentielle jugendliche Amokläufer gestaltet worden zu sein. Der Zynismus mag mir verziehen sein, DIN [A] greifen in ihren Kompositionen schließlich auch auf dieses Stilmittel zurück…

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