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DIO - Angry Machines

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Artist DIO
Title Angry Machines
Homepage DIO
Label STEAMHAMMER/ SPV
Leserbewertung
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7.0/10 (2 Bewertungen)

Genau wie bei dem ReRelease der „The Last in Live“-Scheibe, gibt es bei der Supervalue-Edition des 96er-Werks „Angry Machines“ außer einem kurzen Vorwort DIOs nix Neues zu entdecken. Und wer vollmundig in seiner Info „Klassiker der Rockgeschichte“ in den Mund nimmt, der sollte sich mal vor Augen führen, was der Mann vor 1988 veröffentlicht hat! DAS verdient die Bezeichnung Klassiker, und zwar jede verdammte Note, die er bis dahin aufgenommen hat! Alles, was danach kam, erreicht diesen Status nicht mal im Ansatz. Weshalb sein Liveset ja auch seit gut 20 Jahren fast ausschließlich aus Songs vor 1987 besteht. Auch von dieser Scheibe taucht schon lange nix mehr im Liveset auf, nix mit Klassiker.

Trotzdem natürlich schon alleine wegen DIOs Gesang eine feine Scheibe. Diese fängt mit dem SABBATH-lastigen „Institutional Man“ sehr doomig an, welches dann gleich von dem sehr schnellen „Don’t tell the Kids“ gefolgt wird. Klasse Einstieg. Den allerdings das recht monotone und ein wenig an (damals) moderne Sounds angelehnte „Black“ wieder ein wenig relativiert. Aufwärts zeigt die Kurve mit dem an alte DIO-Klassiker angelehnten „Hunter of the Heart“, welches gegen Ende gar mit einer Doublebass-Passage aufwartet. Mit dem, ebenso wie „Black“, psychedelisch angehauchten Siebenminüter „Stay Out of my Mind“ geht es wieder sehr zähflüssig zur Sache, allerdings wenig begeisternd, da zudem der Horror-Orchesterpart irgendwie nicht ganz in den Song passt. Bis auf den Refrain und den harten Mittelpart mit klasse Solo ist „Big Sister“ ein ziemlicher Ausfall, wie überhaupt die zweite Hälfte kaum noch Großes enthält. Wieso ausgerechnet ein 08/15-Groover wie „Double Monday“ auf der damaligen Tour gespielt wurde, ist mir ein Rätsel. Da hätte man doch lieber wesentlich stärkere Tracks wie „Institutional Man“ oder „Don’t tell the Kids“ bringen sollen!

Der einzige tolle Track kommt zum Schluss mit der schönen Piano-Ballade „This is your Life“. Er kann also doch noch Großes zu Stande bringen, leider nur nicht mehr über die Distanz eines ganzen Albums. Und 4 geile Tracks reichen bei seinem Legendenstatus einfach nicht aus… aber er hat ja genug Jahrhundertsongs in der Hinterhand!

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