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DIOXYDE - Social Phobia

Artist DIOXYDE
Title Social Phobia
Homepage DIOXYDE
Label DEPENDENT/ NOISE TERROR PRODUCTIONS
Leserbewertung

Die Fakten: 2tes Album des spanischen Ein Mann Projekts DIOXYDE. Debüt „Torschlüsspanik“ erschien 2003 bei Infacted. Infacted ist das Label von Thorben Schmidt, der als Mastermind von LIGHTS OF EUPHORIA bekannt ist und zudem als Live-Keyboarder bei SUICIDE COMMANDO agiert. SUICIDE COMMANDO ist Johan van Roy, dem das Dependent Sublabel „Noise Terror Productions“ gehört. Darauf erscheint „Social Phobia“, auf welchem sich Johan auch bei 2 Tracks als Gastsänger die Ehre gibt. 2ter Live Keyboarder bei SUICIDE COMMANDO ist relativ häufig (z.B. auf der 2006er Tour) Marco Calvo Mesa. Marco Calvo Mesa ist DIOXYDE. Der Kreis ist geschlossen, die Electro Familie das Prinzip.

Dementsprechend ist die Marschroute des Produkts klar: Harter Hellectro, bis die Schwarze kracht. Aggressiver, verzerrter Gesang, schnelle Beats, typische Melodiefetzen. Nichts neues also im Electroland? Im Grunde kann man das so sagen, doch der Südländer präsentiert einige erstaunlich frisch wirkende Tracks zwischen SUICIDE COMMANDO und HOCICO. „Words of Judas“ beispielsweise ist ein Clubhit par Excellence, dessen Refrain die Tanzbeine zum Schwitzen bringen wird. „Vida Rota“ gemahnt durch den spanischen Gesang an die besten HOCICO Tracks. „Geist“, in deutsch vorgetragen (wie es der belgische Meister ja auch gerne mal macht), besticht durch Härte und Lyrik. „Morphine“ wiederum überzeugt durch einen leicht verschleppten Beat, aber der absolute Höhepunkt folgt mit „Cae La Presión“, welches einen durch die geniale Rhythmik förmlich aus dem Sessel reißt. Noch besser übrigens wird der Song im Remix von TACTICAL SEKT, für mich eine der besten Synthetik-Aufnahmen des nicht mehr ganz so jungen Jahres. Stichwort Remixe: Auch AGONOIZE und FEINDFLUG sind mit an Bord und beweisen, dass es sich bei Fremdbearbeitungen nicht immer nur um überflüssigen Füllstoff handeln muss.

Ein sehr feines Scheibchen, was mir da in die Hände geraten ist, vielleicht hat auch Marcos schwerer Motorradunfall dazu beigetragen, dass er sich noch intensiver mit den menschlichen Abgründen beschäftigt hat. Für Fans obengenannter Kapellen Pflicht, und ehrlich gesagt auch ein ganzes Stück besser als die aktuelle Platte seines Mentors. So kann’s gehen…

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