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DIRTY SOUND MAGNET - Transgenic

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Artist DIRTY SOUND MAGNET
Title Transgenic
Homepage DIRTY SOUND MAGNET
Label HUMMUS RECORDS
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Seit etwa einem Jahrzehnt stehen für den Drummer Maxime Cosandey, den Gitarristen und Sänger Stavros Dzodzos und den Bassisten Marco Mottolini eines ganz klar im Lebensmittelpunkt: die Musik! Wenn sie nicht gerade auf Tour sind oder im Studio aufnehmen, proben sie immer noch jeden Tag. Womöglich muss man im Zusammenhang mit der Begeisterung, mit der das Trio bei der Sache ist, schon von einer religiösen Leidenschaft sprechen. Diese gilt in erster Linie dem psychedelischen Rock und natürlich der gemeinsamen Kapelle DIRTY SOUND MAGNET, die im Übrigen keine anderen Götter neben sich duldet. Sprich: auch Nebenprojekte hat es für den Dreier in der letzten Dekade nicht gegeben.

Nach ihrem 2017 erschienenen dritten Album „Western Lies“ (erstmals ohne ihren bisherigen Sänger, der 2015 ausgestiegen ist) und mehr als 200 Konzerten wartet jetzt „Transgenic“ auf die Gunst der Hörer, die sich auf einen wahren Psych-Rock-Rundumschlag freuen dürfen. Mit dem Opener „Organic Sacrifice“ und „USA LSD BNB HIV“ hauen die Eidgenossen gleich mal zwei temperamentvolle Stomper raus, während das nachfolgende „Rigid Soul“ ein wenig entrückt aus den Boxen wabert. Die Band aus Fribourg holt seine Inspirationen aus den späten Sixties und frühen Seventies, was man auch einem Song wie dem verspielten „Skull Drawing Rose“ auf angenehme Weise anhört. Der Sound ist zweifellos vintage und retro, weiß aber gleichwohl auch, im Hier und Jetzt zu agieren. So sind die DSM-Themen auch nicht wirklich rückwärtsgewandt, sondern durchaus in der Gegenwart und nahen Zukunft verortet. Mit Stücken wie dem rhythmusbetonten „Social Media Girl“ und dem treibenden „Social Media Boy“ nehmen die Schweizer die Bedeutung der sozialen Medien ebenso aufs Korn wie mit der Slow-Mo-Nummer „Hashtag Love“. Der Titeltrack „Transgenic“ ist im Grunde eine unheilverkündende instrumentale Interlude und auch das finale „Death of Beauty“ verzichtet auf der Zielgerade auf Lyrics, holt aber stattdessen Soma Staempfli für vokale Lautmalereien ans Mikro.

So bringen DIRTY SOUND MAGNET ihre Sorge über alarmierende ökologische Fragen, den Hyperkonsum und die Anonymität des Internets mit den damit verbundenen Veränderungen der zwischenmenschlichen Kommunikation zum Ausdruck. Musikalisch geschieht dies auf „Transgenic“ mit ebenso viel Herzblut wie handwerklichem Können.

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