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DISMAL - Rubino Liquido – three scarlet drops…

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Artist DISMAL
Title Rubino Liquido – three scarlet drops…
Homepage DISMAL
Label DREAMCELL 11
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

„Rubino Liquido“ hört sich für mich ja fast nach dem Namen eines neuen brasilianischen Fussball-Stars an, aber mit so profanen Dingen geben sich die Italiener natürlich nicht ab. DISMAL ist vielmehr das erste Release auf dem Code666 Sublabel DreamCell 11, welches sich extravagante dunkle Musik auf die Fahnen geschrieben hat. Da kommt das Trio aus der Nähe von Turin natürlich gerade recht, welches es sich seit 1995 zur Aufgabe gemacht hat, mittelalterliche Dekadenz mit dunklem Metal zu verbinden. Von mir unbeobachtet brachte man bereits eine MCD und eine vollständige Scheibe (bei Beyond Productions) heraus. Von der MCD wurde „a Venere“ auch in einer neu orchestrierten Version übernommen, um den Song einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Bei der Produktion von „Rubino Liquido“ wurde ein recht großer Aufwand betrieben. Nicht genug, dass man sich 40 Tage in einem der besten Aufnahmestudios Italiens verschanzte (Gulp! Studios), man holte sich auch ein 12 köpfiges Orchester mit dazu, welches für Violinen und Cello-Untermalung sorgte. Dementsprechend voluminös klingt das Album an manchen Stellen, an anderen allerdings auch bewusst sparsam und auf die Stimmen konzentriert. Diese teilen sich Afelio und Ae (männlich und weiblich) zu etwa gleichen Teilen, er klingt leicht rauh und melancholisch, sie typisch hoch und lieblich. Insgesamt ist die Musik sehr schwer zu beschreiben. Da gibt es Dark Metal Elemente mit nicht zu aggressiven Gitarren, ein extremes Gothic-Feeling, welches laut Aussagen der Protagonisten an „Eyes Wide Shut“ erinnern soll und eben die orchestralen Parts. Hin und wieder erinnert das ganze an eine metallischere Variante der härteren LACRIMOSA-Songs. Natürlich dürfen auch TRISTANIA-Fans mal reinhören.

Das Album ist übrigens in drei Kapitel eingeteilt, die auf die im Titel genannten „Scarlet Drops“ anspielen. Künstlerisch und konzeptionell eine Scheibe auf höchstem Niveau, allerdings mit einiger Sperrigkeit und nicht unbedingt song-orientiert. Für mich ist das Zielpublikum dann auch eher im Gothic-Bereich zu finden. Gelungener Einstand für DreamCell 11!

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