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DISMEMBER - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DISMEMBER
Title s/t
Homepage DISMEMBER
Label REGAIN RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (1 Bewertungen)

Beim Stichwort “schwedischer Death Metal” kommt einem natürlich unweigerlich der Name DISMEMBER in den Sinn. Imposant haben die Elchtod-Pioniere in den frühen 90ern zusammen mit den Kollegen von UNLEASHED, GRAVE und selbstverständlich ENTOMBED für massenweise Schädelabschraubungen gesorgt. Sicherlich ist die Anmerkung verständlich, dass die Death-Veteranen auf jeder Platte sehr ähnlich bis gleich klingen. Doch hört man sich die Veröffentlichungen der Nordmannen genauer an, wird man feststellen, dass sie sich über die Jahre ohne Frage mehr als treu geblieben sind und dennoch feine, aber merkliche Veränderungen und Entwicklungen von Album und Album vollzogen haben. Dies hat zur Folge, dass DISMEMBER unverkennbar DISMEMBER sind und bleiben werden und dennoch jedes Album unverwechselbar machen!

Auch auf der neuen Scheibe lassen die Schweden einen Death Metal-Knaller nach dem nächsten vom Stapel. So geht gleich der Opener „Death conquers all“ ohne Zögern in die vollen, überzeugt durch klassisch-wummernde Basslines, fein in die Riffwände eingestreute Melodien/ Groove-Passagen und einem derb thrashenden Drummer Thomas, der Fred Estby würdig ersetzt. Dazu röhrt Matti Kärki ins alt bekannter Manier alles in Grund und Boden. U.a. „Legion“ und das brachiale „Under a bloodred Sky“ lassen keine Gnade gewähren, während z.B. „The Hills have Eyes“ (mag da etwa jemand Horrorfilme?) eher in die amtliche Thrash-Kerbe schlägt und mit seiner groovigen Ausrichtung live und in Clubs mächtig für Rotation sorgen wird. Für eine solche wird auch der phasenweise schleppende Midtempo-Stampfer „Europa burns“ sorgen. Dieser 1. Weltkriegs-Song frisst sich durch seine wuchtigen Riffs und den einprägenden Lyrics unwiederruflich in die metallischen Gehörgänge. „No Honor in Death“ wühlt gar in Doom-Gefilden! Was auf keiner DISMEMBER-Scheibe fehlen darf, sind die musikalischen Tribut-Darbietungen in Form von großartigen Leads und Soli. So machen David Blomqvist und Martin Persson z.B. beim Ende von „To End it all“ ihren Helden des „New Wave of British Heavy Metal“ alle Ehre lassen z.B. auch beim thrashigen „Tide of Blood“ immer wieder ihr technisches Können aufblitzen!

Mit der druckvollen und dennoch schön old schoolig-wummernden Produktion wird das neue und unbetitelte Album von DISMEMBER nicht nur zu einem Pflichtkauf für Fans der Band, sondern für alle Anhänger des Todesblei-Genres!

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