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DISPATCH - America, Location 12

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Artist DISPATCH
Title America, Location 12
Homepage DISPATCH
Label BOMBER RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Hinter DISPATCH stecken seit 1996 Chad Urmstom, Pete Heimbold und Brad Corrigan. Auf dem Zettel haben die Herren, die sich den Job am Mikro teilen und live die Instrumente reihum gehen lassen, einem Mix aus Akustik-Rock, Indie, Folk und in homöopathischen Dosen auch Reggae und Funk. Damit zieht der Dreier auch schon mal 110.000 Besucher vor eine Freilichtbühne (2004 beim damaligen Abschiedskonzert in der Heimatstadt Boston geschehen). 2007 traten die Jungs an drei aufeinanderfolgenden Abenden im ausverkauften New Yorker Madison Square Garden auf, wohin sie 2015 für zwei weitere ausverkaufte Konzerte zurückkehrten. 2012 hatten sich DISPATCH mit „Circles Around The Sun“ nach zwölf Jahren Studio-Abstinenz zurückgemeldet und weitere 5 Jahre später folgt jetzt „America, Location 12“.

Die Platte wurde aus DISPATCHs Wunsch heraus geboren, sich zu einander und zu ihren Fans zu committen, sowie eine positive Wirkung auf Gesellschaften auf dem Erdenball zu erzielen. Welchen Erfolg sie damit auf die globale Gesellschaft haben, lasse ich mal außen vor, da werden wohl leider elf hörenswerte Songs nicht reichen, um zu richten was im Argen ist. Allein mit ihrem Präsi haben die Amis ja einiges am Hals und leidet har damit auch der Rest der Welt zu kämpfen. Mal ganz davon abgesehen, dass es da noch genügend andere Baustellen rund um den Globus gäbe/gibt. Aber immerhin hat das Trio elf klasse Lieder raus! Angefangen beim abwechslungsreichen, temperamentvollen Opener „Be Gone“, über das verspielte, nicht ganz so straighte „Only The Wild Ones“ und die knackige Americana-Nummer „Curse + Crush“ und „Painted Yellow Lines“, das mit Claphands und gut gelaunten Melodien ins Ohr findet, geht es zur druckvollen Single „Skin The Rabbit“, auf die mit „Midnight Lorry“ ein tiefenetnspannter Blues- und Country-Stomper folgt. Mit „Begin Again“ stehen erneut folkige Sounds auf dem Programm, die mit Tempowechseln und vermittels Satzgesang vorgetragen werden. In ähnlicher Weise präsentiert sich auch das opulente „Rice Water“, bevor „Windy Like“ einen Hauch Seventies ins Geschehen bringt und „Ghost Town“ leise Töne von besonderer Schönheit anschlägt. Bleibt noch „Atticus Cobain“, das mit einer Melange aus groovigen Tonfolgen und Harmoniegesängen gefällt.

Nicht nur die vielfältigen Sounds wissen auf „America, Location 12“ zu überzeugen. Auch textlich haben DISPATCH einiges zu vermelden. Deshalb bleibt mir nur zu sagen, dass sich das Hinhören unbedingt lohnt. Das gilt sowohl für die jüngst servierte Konservenkost als auch den Live-Vortrag, den es im September zu genießen gilt.

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