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DISTORTED MEMORY - Burning Heaven

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Artist DISTORTED MEMORY
Title Burning Heaven
Homepage DISTORTED MEMORY
Label NOITEKK
Leserbewertung
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8.0/10 (5 Bewertungen)

Hinter DISTORTED MEMORY verbirgt sich das Ein-Mann-Projekt des Kanadiers Jeremy Pillipow, der 2002 mit der in Eigenregie veröffentlichten Demo-EP „Left alone to die“ erstmals auf sich aufmerksam machte. Dennoch dauerte es fast fünf Jahre, bis er nun mit „Burning Heaven“ sein Debüt auf NoiTekk feiern kann, weil er sich zwischenzeitlich zunächst seinem anderem Projekt CAKE BUILDER gewidmet hat, welches im düsteren und aggressiven Breakcore und Drum & Bass Genre verhaftet ist.

Aggressiv und düster sind aber auch Attribute, die auf DISTORTED MEMORY zutreffen. Insoweit machen sich die Vorlieben des Künstlers bemerkbar, ebenso wie sein Background in anderen elektronischen Stilen, der sicherlich seinen Teil dazu beiträgt, dass der Dark Electro Sound von DISTORTED MEMORY nicht nur nach Schema F verläuft. Insbesondere finden sich in den Arrangements Elemente aus dem Hard Techno Bereich wieder, ferner einige vereinzelte sakrale Ansätze, die den (anti)religiösen Bezug des Albums noch unterstreichen. Passend zu der inhaltlichen Ausrichtung, der aber eher Fiktion als Ab- bzw. Zuneigung zugrunde liegt, werden recht ausgiebig thematisch entsprechende Sprachsamples eingesetzt. Die eigentlichen Vocals hingegen sind sehr dominant, energisch und verzerrt.

„Disciples of the watch“ markiert einen vielversprechenden Beginn, noch etwas zurückhaltend, aber gleichwohl mitreißend. Kontrollierte Offensive könnte man sagen. Spätestens aber bei dem intensiven „Sweet evil“ und dem auch von der aktuellen „A compilation 2“ von Black Rain, NoiTekk usw. bekannten „Loss of faith“ brechen alle Dämme. Das Düster-atmosphärische in der Musik von DISTORTED MEMORY wird noch besonders betont in den instrumentalen Zwischenspielen „Hellion’s fall“ und „Psalm“, wo auch schon mal ein paar Streichinstrumente eingespielt werden. So wird „Burning heaven“ gelungen abgerundet und auf eine Gesamtspielzeit von bekömmlichen 57 Minuten befördert.

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