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DISTORTED MEMORY - Swallowing The Sun

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Artist DISTORTED MEMORY
Title Swallowing The Sun
Homepage DISTORTED MEMORY
Label NOITEKK
Leserbewertung
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5.1/10 (8 Bewertungen)

Mit der zweiten Veröffentlichung nach der Bandgründung im Jahr 1999 sind nun auch schon wieder 4 Jahre seit dem Debüt „Burning Heaven“ vergangen. Das ist nicht gerade „sportlich“. Aber da es hier um Kunst, um genauer zu sein Musik geht, und nicht um schnöden Output, kann sich das Warten auch mal lohnen. Umso erfreulicher ist, dass mit „Swallowing The Sun“ ein rundum gelungenes Album entstanden ist. DISTORTED MEMORY, das ist der künstlerische Alias von Jeremy Pillipow aus Winnipeg (Kanada). Er tritt den Beweis an, dass der Norden Amerikas im Harsh-Genre durchaus etwas zu bieten hat.

So gar nicht nach kanadisch, sondern eher asiatisch/ orientalisch angehaucht klingen die immer wiederkehrenden Samples, Gesänge und Töne, die „Swallowing The Sun“ einen äusserst vielfältigen Klang von ethnischen Einflüssen verleihen. Hier kommen bei mir unschwer Assoziationen zu HOCICO auf, ohne die Umsetzung der nordamerikanischen Variante schmälern zu wollen. Das wirkt immer gut platziert und niemals überspitzt. Der tollen Atmosphäre dieser Veröffentlichung ist es nur zuträglich. Nach einem eher zähen, müden Intro namens „Awake Sleeping Giants“ wird standesgemäß losgeballert. „Black Fields“ ist düster und mit viel brachialer Stimmgewalt versehen. Clubmäßig melodischer mundet da schon „Seven Voices Of Hate“an. Ein ebenso starkes Stück wie das folgende „Hand Of God“. „Silence“, ein Instrumentaltrack besticht dann wieder durch sehr weltmusikalischen Einschlag. Der Titelsong gefällt durch die Nähe zu klassischen Genre-Vorbildern. Der absolute Burner der Scheibe ist nach meinem Gusto aber „Nomads“. Agressiv und düster, Harsh-Elektro Herz was willste mehr. Der Song läuft schon jetzt auf meiner „Sport-Playlist“ auf Heavy-Rotation. Auch hier total stimmig mit einer Art von mongolischem Kehlkopfgesang gepaart. Das kommt einfach gut. Etwas glatter wird es dann wieder mit „Prey“. Bei „Raven Eyes“ hingegen wurde nach meinem Geschmack doch etwas zuviel am Stimmverzerrer gearbeitet, was diesen Titel leider zu nichts Besonderem macht. Den Abschluss der Tracklist ist dann das dritte Instrumentalstück „Yahweh“. Die darauf folgende Remix-Version (DIE SEKTOR) von „Hand of God“ hätte man sich auch sparen können, aber so kommt man immerhin auf knappe 54 Minuten Spielzeit.

Als großer Fan von HOCICO hat sich mit „Swallowing The Sun” von DISTORTED MEMORY eine tolle Alternative aufgetan, die sich schnell in mein musikalisches Herz gespielt hat. Abwechslungsreicher Sound, eingängige Synthlinien, brachialer Gesang. Absolute Kaufempfehlung mit Spaßgarantie.

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