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DIVE VS. DISKONNEKTED - Frozen EP

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Artist DIVE VS. DISKONNEKTED
Title Frozen EP
Homepage DIVE VS. DISKONNEKTED
Label ALFA MATRIX
Leserbewertung
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Eine Konzept CD der besonderen Art liegt bei mir auf dem Tisch und brüstet sich mit zwei bekannten Namen der Szene: Dem EBM-Industrial Urgestein DIVE und dem relativ neuen Elektro-Projekt DISKONNEKTED. Es spricht absolut nichts dagegen, beide machen artverwandte Musik und eine Fusion könnte ganz gut fruchten, doch dies scheint nicht zu langen und somit wurden noch Remixe von NUMB, LEAETHER STRIP, COMBICHRIST und INURE beigesteuert, man kommt sich vor als wäre eine ganze Blaskapelle am Werk. Interessant klingt es allemal, mal sehen was sich in der Verpackung verbirgt.

In dieser Ehe scheint Dirk Ivens die Hosen an zu haben, er ist zwar offiziell nur der Gastsänger aber ich würde vom Charakter eher DIVE raushören als DISKONNEKTED, sein typischer Industrial-Stil ist eindeutig, sein Landsmann verziert es nur noch ein bisschen mit modernen Klängen. Diese Beobachtungen beziehen sich auf die Originalstücke, die Mixe bekommen natürlich den jeweiligen Stempel ihrer Bearbeiter aufgedrückt, und die machen die ganze Geschichte nun richtig interessant. Die Bands verändern im Grunde nur wenig, aber dies langt schon, um deren Einflüsse zu hören und den Songs durch ein paar kleine Elemente ein Sahnehäubchen aufzusetzen. NUMB zaubert bei „Frozen“ einen guten konstanten Beat, und die zusätzliche Gimmicks verleihen dem Song Farbe ins Gesicht, es geht zwar schleppend los, aber wenn er in Fahrt gekommen ist, kann man die Füße nicht mehr still halten. Fast identisch ist der Frozen-Remix von LEAETHER STRIP, dank der typischen LS-Bass-Line weiß man auch noch, wer hier rumgebastelt hat. COMBICHRIST hat mit „Do You Believe“ das vollbracht, was man sich schon seit längerem von DIVE wünscht, endlich einmal wieder ein Industrial-Knaller, wie er nicht typischer klingen kann, er kann es locker mit dem bekannten Hit „Bloodmoney“ aufnehmen. Nur der INURE-Remix fällt als letztes aus dem Rahmen, der Song wird mit seiner technoverspielten Art blasphemisch verunglimpft und fällt somit bei mir unten durch, aber zum Glück muss man ja eine CD nicht bis zum Schluss hören.

Diese EP ist für mich nach dem langweiligen letzten Album von DIVE ein Glücksfall, dank Jan Dewulf von DISKONNEKTED werden die Vorzüge von Dirk Ivens wieder mehr in die richtigen Bahnen gelenkt, und die Remixer machten so gute Arbeit, dass die Diskjockeys dieser Welt das Ergebnis nicht ignorieren können, jedenfalls wenn Industrial angesagt ist. Besonders der COMBICHRIST-Mix von „Do You Believe“ ist ein Muss. Wenn man die Künstler dieses Konzept-Albums auf den Boxsport übertragen würde, dann ist für mich DIVE der Sieger nach Punkten, trotzdem haben beide gute Arbeit geleistet, und so kann diese VÖ nur empfohlen werden, zwar nicht uneingeschränkt aber eine Hörprobe hat sie sich auf jeden Fall verdient.

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