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DIVISION KENT - Gravity and Remixes (2-CD)

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Artist DIVISION KENT
Title Gravity and Remixes (2-CD)
Homepage DIVISION KENT
Label SONY MUSIC
Leserbewertung
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Jeder von uns, der in seiner frühen Kindheit mal versucht hat zu fliegen, weiß, wie furchtbar anziehend sie ist: Die Schwerkraft. War die Landung damals doch meist recht hart und mit aufgeschürften Knien verbunden, geht es bei DIVISION KENT deutlich weicher zu. Heuer veröffentlichen sie ihr 2007er Album „Gravity“ ein weiteres Mal. Diesmal allerdings ergänzt um eine Bonus-CD mit Remixen der Originale. Also lasst uns fliegen, denn wir landen samtweich in den verträumten Klängen von DIVISION KENT.

Irgendwo zwischen Electronica, New Wave, Ambient und Trip Hop befindet sich die musikalische Sphäre, in welcher man bei DIVISION KENT schwebt. Die ruhige, melancholische Musik wirkt dabei genauso anziehend wie die bereits erwähnte Gravitation. Eine besondere Spannung gewinnt das ausgeklügelte Klangbild durch die Stimme von Andrea B., die irgendwie gleichzeitig „abwesend“ und emotional klingt, und von einer etwas dunkleren wie angenehmen Art ist. Generell ist „Gravity“ ein eher ruhiges, chilliges Album. Dennoch geben die beiden Schweizer Andrea B. und Sky Antinori durchaus auch mal etwas lautere und schnellere Töne von sich. Stellenweise kommen sogar funkige Gitarren vor. Bei keinem Track verliert die Musik allerdings ihre eher „besinnliche“ Qualität. Wer die ursprüngliche CD bereits besitzt, weiß all dies allerdings auch schon seit einer ganzen Weile.

Also gehen wir mal über zu dem, was wirklich neu ist: Nämlich die Remixe. Die kommen schon um einiges tanzbarer daher – Elektronischer, härter und mit stärkerem Wave-Einfluss. Da ist also einiges passiert. Auch die Länge der Songs ist… sagen wir mal nicht unbedingt geschrumpft. Ein klein wenig, aber wirklich nur minimal, büsst der Sound durch die Bearbeitungen an Sensibilität ein. Dafür gewinnt er an Emotionalität und auch an 80er Jahre-Flair. Mit den Originalen wurde viel experimentiert. Aber trotzdem wurde hier nichts verbraten oder zu Tode verdreht. Vielmehr zeigen die Remixe die Vielseitigkeit von DIVISION KENT auf.

Man kann wohl konstatieren, dass die Originale klingen wie die CD, mit der man abends entspannen möchte, während die verspielten Neuaufnahmen wie das klingen, was man in angesagten Underground-Electroclubs in Berlin-Mitte oder am Prenzlauer Berg hören könnte. Beides ist definitiv empfehlenswert.

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