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DJ VADIM - Dubcatcher

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Artist DJ VADIM
Title Dubcatcher
Label BBE
Leserbewertung
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6.5/10 (2 Bewertungen)

Kreativ-karibisches Chaos: Der Albumtitel, das Pseudonym „Daddy Vad“ und das in den Farben Rot, Gelb und Grün gehaltene Comic-Cover lassen bereits auf den ersten Blick kaum Zweifel am Inhalt. DJ VADIM kreiert mit „Dubcatcher“ ein weiteres Mal ein stilübergreifendes Paralleluniversum, das durch und durch seine ganz persönliche Handschrift trägt. Und die ist vor allem daran erkennbar, dass prinzipiell alles möglich ist. Dabei stellt der Londoner DJ nach „Soundcatcher“ aus dem Jahre 2007 hier nur eine weitere Facette seiner Roots vor. Weitere sollen folgen.

Schon in der Vergangenheit war der aus Russland stammende Künstler gerne in den unterschiedlichsten musikalischen Gefilden zuhause und löste Gegensätze einfach damit auf, indem er sie miteinander vermischte. So entstand der typische VADIM-Sound, dessen hervorstechendstes Merkmal seine Variabilität ist. Gerade auch durch seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie PAUL WELLER, PRINCE, PUBLIC ENEMY, KRAFTWERK oder den SUPER FURRY ANIMALS demonstrierte er immer wieder seine Version eines multikulturellen Sounds, mit dem er Grenzen überschritt und immer wieder Neues erschuf.

Nun also 16 Mal Reggae und Dub im wechselnden Gewand. Genretypisch strotz die Platte nur so vor Features. Die Beteiligung unzähliger Gastmusiker prägt jeden einzelnen Track und sorgt für maximale Abwechslung in den sonst so oft so limitierten Schubladen mit den Labeln Dub, Dancehall und Reggae. DEMOLITION MAN, GOVERNOR TIGGY, KATRINA BLAACKSTONE, JIMMY SCREECH, KAREN B, JAMALSKI oder GAPPY RANKS sind nur einige der mitwirkenden Künstler auf „Dubcatcher“, die den Stücken jeweils ihren Stempel aufdrücken dürfen. Wer allerdings mit den genannten Stilrichtungen so gar nichts anfangen kann, wird auch durch DJ VADIM nicht umgestimmt werden, denn klassischer Roots Reggae, 80s-Dub und Dancehall stellen ganz eindeutig die drei tragenden Säulen des Albums dar, auch wenn die Grenzen gegen Ende etwas in Richtung Hip Hop verschoben werden.

Insgesamt also ein klassisch orientiertes, modernes Genrealbum für Liebhaber. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

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