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DOMENICA - The Luxury

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Artist DOMENICA
Title The Luxury
Homepage DOMENICA
Label RODEOSTAR
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Das Debüt „The Luxury” der vier Kanadier von DOMENICA hat in der Heimat bereits im letzten Jahr das Licht der Plattenläden erblickt. Es hat also ein wenig gedauert, bis der energiegeladene Gitarrenscheiß mit seinen eingängigen Hooklines und dem kraftvollen Gesang von Frontfrau Bekki Friesen den Weg über den Großen Teich gefunden hat. Aber wie heißt es so schön? Besser spät als nie! Denn Liebhaber straighter Rocknummern, die auch mal einen kleinen Ausflug ins Poppige machen, kommen bei dem nordamerikanischen Vierer eindeutig auf ihre Kosten.

Dafür sorgt in erster Linie die stimmgewaltige Bekki, die ihre Kerle an den Instrumenten offenkundig bestens im Griff hat und sich von ihnen mit viel Drive begleiten lässt. Außerdem bekam die Blondine bei mehreren Songs von Marcos Curiel (P.O.D.) Unterstützung am Sechssaiter und auch im Producing und Songwriting war Curiel mit von der Partie. Etwa beim scheppernden High-Speeder „What Goes Around“, meinem Favoriten „No Matter What You Say“, der sich filigraner präsentiert und dem akustischen „Free” mit Rock-Pop-Attitüden. Ein weiteres Highlight markiert das stoische „I Love My Gun“ mit seiner starken Rhythmusfraktion, während Songs wie das krachende „Lady Like Me“ oder das brachiale „Vampires“ mit fliegenden Fahnen nach vorn rocken. Dazwischen lässt es „The Long Road“ schon mal etwas softer angehen, bei „Blackmoon“ bleiben die bpm auf ähnlichem Niveau, allerdings fallen die Gitarrenriffs wieder ruppiger aus und auf genau diesem Gebiet wirken DOMENICA auch am versiertesten. Das abwechslungsreiche „Luxury“ ist dafür ein ebenso gutes Beispiel wie „Porno State of Mind“ mit seinen treibenden Sounds. Zum Schluss wird’s bei „Sailaway“ noch mal kuschelig. Muss es sicher auch geben, fällt mir allerdings unterm Strich etwas zu bombast-schwülstig aus.

Dank der Stimme von Muss Friesen hebt sich „The Luxury“ angenehm vom Output diversen Female-Fronter-Kapellen ab. DOMENICA wollen ums Verrecken rocken und scheuen dabei auch nicht den dreckigen Rock’N’Roll. Zwischendurch erinnert sich das Quartett immer mal wieder daran, das eine gewisse Radiotauglichkeit den Verkaufszahlen gut tun könnte. Das sei gestattet, so lange die Herrschaften (und die werte Dame) ihre Spielfreude nicht verlieren.

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