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DOMINION - Threshold – A Retrospective

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Artist DOMINION
Title Threshold – A Retrospective
Homepage DOMINION
Label PEACEVILLE
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Die Engländer DOMINION gingen aus den bereits 1990 formierten BLASPHEMER hervor, die lediglich auf 2 Demos zurückblicken konnten. Die Nachfolgeband brachte es immerhin zu 2 Scheiben: „Interface“ 1996 und „Blackout“ 1997. 1998 zerfiel aber auch diese Combo. Auf der vorliegenden Zusammenstellung „Threshold“ gibt es nun einige Titel der beiden Alben, einen raren Demotrack („Joyful Tears and Sorrow“) und eine sehr eigenwillige, aber coole Coverversion des TEARS FOR FEARS-Überhits „Shout“, die allerdings dem Original beileibe nicht das Wasser reichen kann. Das geilste an dem Track sind die Vocals von Sängerin Michelle Richfield, die auch auf dem Rest der Scheibe das Aushängeschild der Band ist. Auch optisch überzeugt die Dame auf ganzer Linie, aber das macht die Mucke ja noch lange nicht gut.

Die überzeugt nämlich nur bedingt, da nicht nur der Sound mittelprächtig ist, sondern auch das Songwriting. Musikalisch kann man das ganze nur schwer einordnen, Fans von ANATHEMA oder Mit-Neunziger MY DYING BRIDE kommen vielleicht am ehesten auf ihre Kosten. Ein Track wie „Tears from the Stars“ rockt auf jeden Fall gut los. Und Mitte der Neunziger dürften DOMINION zu den wenigen Female-Fronted-Kapellen im Metalzirkus gehört haben. Auch „What is Truth?“ pumpt mit seinem fetten Grundriff herrlich los, THERION kann man da auch ein wenig herauslauschen. „Silhouettes“ hingegen kann man ob der Wechselvocals clean female/ death male in Richtung THEATRE OF TRAGEDY rücken, obgleich mit schwerer MAIDEN-Schlagseite, vor allem im Gitarrenbereich. Auch das folgende sehr straighte „Down“ weiß leidlich zu gefallen und zeigt, wie abwechslungsreich diese Band seinerzeit zu Werke ging. Ohne jedoch Herausragendes zu kreieren. Die zweite Hälfte der Scheibe beinhaltet dann Tracks der ersten Scheibe; die sind noch eindeutig Death Metallischer und es wird klar, weshalb Aaron Stainthorpe von MY DYING BRIDE auf dem letzten Track „Alive?“ als Gastvocalist auftaucht. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass Schlagzeuger Bill Law die „34.788%..Complete“-Scheibe eben jener Band eintrommelte, nachdem seine eigene Band die Segel streichen musste, da Peaceville in Music for Nations aufgegangen war und die sich nicht genötigt sahen, in DOMINION noch einen Penny zu investieren. Somit wurde die angedachte Tour mit CROWBAR und NAPALM DEATH gecancelt und die Band kurz darauf aufgelöst. Business-shit halt mal wieder leider.

Die Coverversionen von „Shout“ und „Paint it Black“ erschienen Posthum noch auf dem 10-Jahre-Peaceville-Jubiläumssampler „X“. Michelle sang darauf auch auf der BAD RELIGION-Coverversion „Better Off Dead“ mit ANATHEMA, auf deren „Eternity“-Album sie ebenfalls auftauchte und was zu einer weiteren Kollaboration mit Bassist Duncan Patterson bei ANTIMATTER führte. Bei ihrem eigenen Projekt SEAR arbeitete sie mit Bassist Danny North zusammen, während die restlichen Mitglieder ihre eigenen verschiedenen Bands gründeten. So gibt es von NAILED, der Band von Gitarrist Mass Firth, eine EP namens „Every Possible Ugliness“, welche North produzierte. Das alles steht u.a. in dem sehr ausführlichen Beiwort von Andy Whittaker vom Powerplay Magazine.

Alles schön gemacht, auch das Digi-Pack. Aber eigentlich nur was für Sammler von Insel-Bands.

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