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DRAGONFORCE - Maximum Overload

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Artist DRAGONFORCE
Title Maximum Overload
Homepage DRAGONFORCE
Label EDEL RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Was am neuen DRAGONFORCE-Album „Maximum Overload“ am spannendsten ist? Eindeutig die Message mit Titel und Artwork. Statt „Maximum Overload“ hätten die Briten es nämlich auch „Information Overload“ taufen können. Sie wurden zu dem Konzept inspiriert, als sie am Flughafen standen, auf ihren Abflug warteten und sich in der Halle umsahen: überall Bildschirme, Geräusche, Nachrichten. Ob über den Köpfen der Passagiere oder in ihrem Schoß auf dem Tablet – sie alle wurden von einer Flut an Daten überladen. Demnach hat das Album ein erschreckend buntes, technisch aussehendes Cover im Matrix-trifft-eine-Welt-der-Wunder-Style. Die Promoversion der Platte kommt leider ohne Lyrics, hätte ich diese doch gerne bis ins Detail untersucht. Was man auch ohne Heftchen versteht, ist, dass DRAGONFORCE wie eh und je ausdrucksstarke Themen behandeln, immer mit glänzenden Ausrufezeichen dahinter.

Die Gruppe hat eindeutig ein Händchen für Melodien, die dadurch, dass die gesamte Band bei den Backing Vocals mitmacht, eine unglaubliche Dynamik entwickeln. Es wird auch kaum einer bestreiten, dass nur wenige mit der Geschwindigkeit der Drachen mithalten können. Guitar Hero sollte ein extra Level „Dragonforce“ haben… Was gibt es sonst? Hm, sich von Grund auf neu erfunden haben DRAGONFORCE sich mit diesem 6. Album nicht, ein paar Klangexperimente bleiben aber nicht aus und im Großen und Ganzen ist ihr Sound einen Ticken „dreckiger“, als ich ihn vorher in Erinnerung hatte. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt einem bei dieser Power Metal-Platte nicht, höchstens mal bei „Symphony Of The Night“. Der Beat zu „Defender“ hat es in sich und der Song dazu blieb mir am längsten im Kopf hängen. Übertroffen wird alles, was sie bisher gespielt haben aber vom Schlusslicht: JOHNNY CASHs „Ring Of Fire“. Das Lied macht überall, wo man es hört, gute Stimmung. Bei DRAGONFORCE und dem relativ neuen Leadsänger Marc Hudson (seit 2012) kommt vor allem die Wiederholung der Zeilen in einer höheren Harmonie ausgesprochen gut rüber. Ja, wenn ich ehrlich bin, ist „Ring Of Fire“ das Beste auf „Maximum Overload“.

Denn DRAGONFORCE und ihre futuristischen Ideen haben Kraft, sind sich letztlich aber alle sehr ähnlich. „Ring Of Fire“ sticht da heraus – und wird somit zu einem der besten stilverändernden Covern, die ich in jüngerer Zeit gehört habe.

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