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DRAUMAR - Gebirge

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Artist DRAUMAR
Title Gebirge
Homepage DRAUMAR
Label KARGE WELTEN KUNSTVERLAG
Leserbewertung
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5.5/10 (6 Bewertungen)

Natürlich kann man sich über Schubladen und deren Bezeichnungen streiten, aber der Begriff Orchestral/ Ambient Black Metal wollte sich mir noch nie erschließen. Aber es zählt ja auch nicht das Etikett, sondern die Musik. Diese hat sich bei DRAUMAR im Vergleich zum Debüt „Ein Wintermärchen“ deutlich durch weitere schwarzmetallische Facetten verändert.

So hatte Mastermind Andreas bei der ersten Full Length noch verstärkt auf Ambient-Sounds gesetzt und bereichert diese nun durch orchestrale Arrangements und Black Metal-Einschübe.
Wobei diese wirklich als spärliche Anleihen zu sehen sind. So startet die EP mit dem sehr seichten „Auftakt“, einem ruhigen und sphärischen Instrumental. „Gebirge I“ beginnt ebenfalls synth-lastig und entwickelt sich in ein hypnotisches Ritual-Stück mit wiederkehrenden Sounds, flüsternden Vocals sowie eingestreuten Gitarren-Klängen elektrisch wie akustisch. Atmosphärisch düster, aber ohne besonderen Spannungsbogen. „Gebirge II“ beginnt dann organischer mit Piano-Klängen und Akustik-Gitarre. Hier setzen dann die satteren Gitarren-Sounds und extremeren, hintergründigen Screams ein, welche aber sogleich von Flöten-Melodien, und choralen Gesängen wieder eingeebnet werden. Mit dem extra erwähnten „more Black Metal than before“ kann man daraus schließen, dass zuvor wirklich gar nichts davon im DRAUMAR-Sound enthalten war. Das abschließende „Gipfelstürmer“ ist dann eher als ein Synthie-Outro zu sehen und damit auch wenig spannend.

Und das trifft auch komplett auch die „Gebirge“-EP zu, welche wirklich kaum eine mitreissende oder tiefgehende Atmosphäre erschaffen kann. Auch die EMPYRIUM-Vergleiche treffen hier so gar nicht zu, schafft DRAUMAR nicht mal im Ansatz die Songwriter-Klasse und die tiefgehende Atmosphäre diese Ausnahme-Band zu erreichen. Im kommenden Album soll es bei DRAUMAR noch orchestraler und mit einem deutlichen Wagner-Einfluss weitergehen. Das alles macht mich im Moment aber nur bedingt neugierig…

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