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DREDG - Chuckles and Mr. Sqeezy

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Artist DREDG
Title Chuckles and Mr. Sqeezy
Homepage DREDG
Label VERTIGO
Leserbewertung
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6.8/10 (5 Bewertungen)

Zitat zur Vorgängerscheibe aus unserem unermesslichen Rezi-Fundus:
„Vermutlich wird die Platte das DREDG-Fanlager spalten. Für meinen Geschmack hätten die zweifellos gut gemachten Songs noch mehr Schmackes haben können, denn die Langäxte waren doch an einigen Stellen deutlich unterrepräsentiert.“

Wenn die hochgeschätzte Kollegin damals geahnt hätte, wie sich der Ami-Vierer weiter entwickeln würde, hätte sie sich diese warmen Wort möglicherweise noch 2 Jahre aufgespart, denn erst jetzt offenbart sich der (Scheide-)Weg der (vormals) progressiven Rock Truppe. „Vormals“ in dicken Klammern, denn mit Rock hat der neueste Output namens „Chuckles and Mr. Squeezy“ nun aber auch gar nichts mehr zu tun. So kryptisch der Titel, so reduziert das Artwork, so eigenwillig minimalistisch der Sound, zu dem Produzent „Dan the Automator“ nicht unwesentlich beigetragen haben dürfte. Der Opener „Another Tribe“ verzichtet ganz auf Gitarren/ organisches Schlagzeugspiel, stattdessen Loops, (Dark) Pop Appeal und der samtend-weiche Sing Sang von Gavin Hayes, der mehr als einmal in die Nu Romantic-Welle driftet. Kritiker könnten den so entstandenen Sound auch als „seicht“ bezeichnen, ein Kopfstoß für Fans aus Anfangstagen ist das Ganze allemal. Mutig und verwegen und im Band-Kontext gesehen möglicherweise schlüssig, doch teils an der Grenze des Zumutbaren. Und das, wo „Upon Returning“ es zumindest ein wenig krachen lässt, die Prog Rockig anmutenden Gitarren verleihen diesem Titel eine gewisse Grundhärte, die allerdings im weiteren Verlauf nicht mehr erreicht wird. Dafür findet sich allerlei Seichtes („Somebody is laughing“, das unsägliche „Sun goes down“ oder auch das von Trompetengebläse eingeleitete „The Ornament“), wo man selbst als aufgeschlossener Hörer einigermaßen ins Grübeln kommt. Auf der Habenseite dann wiederum die Single „The Thought of losing you“, schöner 80ies angelehnter Dark Pop mit wieder erkennbaren Gitarrentupfern, oder der Trip Hop von „The Tent“ oder das gelungen elektronische „Down with a Fight“.

Mr. Sqeezy ist eine wirklich schillernde Persönlichkeit: Voller Facetten und Brüche, voller Entdeckungen aber auch akustischer Entgleisungen. Es wird länger dauern, diese Scheibe richtig einzuordnen, bis dahin von mir das Prädikat „seltsam“ und der Rat an Aufgeschlossene, sich auf diesen mal intensiven mal trashigen Trip einzulassen. Keine Ahnung, wohin er führt…

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