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DRIVE LIKE MARIA - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DRIVE LIKE MARIA
Title s/t
Homepage DRIVE LIKE MARIA
Label POPUP RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (3 Bewertungen)

Große Worte sind es, die der Promoter da spuckt. Sieht er doch bei DRIVE LIKE MARIA den Gesang Dave Wyndorfs mit den Gitarrenriffs Josh Hommes vereint. Das weckt eine nicht unerhebliche Erwartungshaltung, die die niederländisch/belgische Rockformation mit ihrem zweiten Longplayer nunmehr zu erfüllen hat.

Nun denn, „The Dog Died Rough“ lässt den Silberling auf jeden Fall schon mal angenehm rotzig starten. Stimmlich würde ich Sänger und Gitarrist Bjorn Awouters jetzt zwar nicht unbedingt in einen Topf mit dem schwergewichtigen MONSTER-MAGNET-Vorstand Wyndorf werfen, aber DRIVE LIKE MARIA haben ihre Stoner-Rock-Aufgaben zweifellos gemacht und auch die Vocals können sich hören lassen. Mit viel Schmackes hauen die drei Herren (inklusive Neuzugang Bram van den Berg hinter der Schießbude) gemeinsam mit Gitarristin Nitzan Hoffmann im Anschluss das knackige „Where The Brokenhearted Go“ raus, um mit dem verführerischen „Howl“ die Kollegin Lara Chedraoui von der belgischen Kapelle INTERGALACTIC LOVERS ins Boot und vors Mikro zu holen. Nach diesem Ausflug in etwas gemäßigte Rockreviere, legt der Vierer mit dem staubtrockenen „Like Horses“ in bester Kopfnicker-Manier nach und auch das abwechslungsreiche „Boomerang“ vermag problemlos Bein und Ohr zu erreichen. Derweil unterstreicht das akustische „On The Road“ die ruhige Seite des Quartetts und präsentiert neue Facetten in Awouters Stimme, die auch beim verspielten „Settling Down“ auf vergleichsweise schmusigem Terrain unterwegs ist. Einen rauen Unterton bewahren sich DRIVE LIKE MARIA jedoch auch bei diesen Gelegenheiten und spätestens mit dem blitzschnellen „Hynotized“ tritt wieder temperamentvoller Rock’N’Roll mit einer guten Portion Blues in den Vordergrund. „Woke Up Hard“ lässt es da etwas getragener, aber nicht weniger rhythmusverliebt angehen, ehe „Ghostrider“ noch einmal mit Vollgas durch Desert-Rock-Gefilde rast. Ganz anders die Ballade „Bury My Heart In The Desert“, die mit reduzierten Mitteln zu Herzen geht, ohne ins Schmachten zu verfallen.

In Unkenntnis des 2009er Debüts „Elmwood“ kann ich an dieser Stelle nichts über Weiterentwicklung usw. sagen. Auf jeden Fall ist der selbstbetitelte Silberling der Benelux-Connection jedoch absolut hörenswert und abwechslungsreich ausgefallen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei ohne Frage beim krachenden Rock’N’Roll, der gern auch mal in der Wüste unterwegs ist, zwischendurch gefällt es DRIVE LIKE MARIA aber auch, einen Abstecher in Richtung Blues oder wie beim Finalisten ganz dezent Richtung Soul zu machen.

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