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DRONNING MAUD LAND - The Essence of a Decade – Part One

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Artist DRONNING MAUD LAND
Title The Essence of a Decade – Part One
Homepage DRONNING MAUD LAND
Label SCHWARZROCK
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Ach ist das schön, bei all dem, was heute so an angesagter Musik auf den Markt kommt, einer Band des guten alten Genres „Gothic-Rock“ lauschen zu dürfen. Ich sehe mich in meinem ersten eigenen Auto auf langen Fahrten ins inzwischen nicht mehr existierende PC69. Und wenn es auch Erinnerungen an eine frühere Zeit sind, so ist die Musik keineswegs von gestern. Nur vielleicht etwas in Vergessenheit geraten. Zu unrecht! Denn diese CD kann man jedem Liebhaber von Goth-Rock nur wärmstens ans Herz legen. Und vielleicht mache ich den einen oder anderen „Newcomer“ richtig neugierig. Die Veröffentlichung dieser Klassikersammlung erfolgt auf Grund des Erfolges des letzten Werks „Bedlam“ (aus dem Jahre 2003) sowie der extrem hohen Nachfrage nach den ersten beiden Alben und der Maxi CD. Daher haben sich DRONNING MAUD LAND und das Label Schwarzrock entschlossen, diese seit über fünf Jahren nicht mehr erhältlichen Titel alten und vor allem neuen Fans in Form zweier Compilations wieder zugänglich zu machen. Beide „Parts“ sind auf je 1000 Stück limitiert.

Zu hören und zu genießen sind auf der ersten Sammlung gitarrenlastige Goth-Rock-Balladen in leicht beschwingter und ebenso melancholischer Manier, die durch die bittersüße Kombination von dunkler Stimme und entsprechenden Instrumenten ihren Weg zum Hörer finden. Vom Album „Aphorism“ aus dem Jahre 1993 stammen 5 Stücke, vom Nachfolgewerk „Maelstrom“ aus dem darauffolgenden Jahr derer 7. Darüber hinaus gibt es zwei Bonustracks. Bereits im Intro „Time Bandits“ überzeugen DRONNING MAUD LAND mit klassischem gitarrenlastigem Goth-Rock, der durch treibende Drums unterstützt wird und flott, beschwingt und sehr melodisch erklingt. „Brother Songs break their Tribe“ wirkt zunächst durch die bittersüßen/ melancholischen Gitarren ruhiger, weist aber ebenso den Einsatz von Keyboard, Bass und Drums auf, die gut aufeinander abgestimmt sind. Für meinen Geschmack eins der stärksten, melodischsten Stücke, welches eine gewisse Ähnlichkeit zu BLESSING IN DISGUISE aufweist. In diese Richtung gehen auch „Cry for Happy“, „Hollow Eyes“ und „Pleasure Death“, wobei die letzten beiden etwas düsterer gehalten sind. Die dominierenden Gitarrenklänge in „Spirits“ erinnern an Weisen, wie sie einst von THE CURE zu vernehmen waren. Dass dieses Stück ruhiger, düsterer, gar böser als die Vorgängerstücke daherkommt – und nicht mehr so gefällig -, ist durchaus beabsichtigt. Die Stimme ertönt um einiges gewaltiger, fast schreiend, wie wir das von FIELDS OF THE NEPHILIM kennen. „Schizophrenia“ zeichnet sich durch kraftvolle, dramatische Wechsel aus, mal härter, mal ruhiger. In „The Reason’s In The Mirror“, welches sehr ruhig und bittersüß beginnt, kommen Keyboard und sehr abwechslungsreiche Gitarrenklänge aufs schönste zum Tragen. Ähnlich, aber doch etwas melodiöser erklingt die Demo Version von „A Serpents’s Cast“. Das bisher nicht veröffentlichte „By the Grace of God“ steht als Bonustrack am Ende der CD und besticht durch seine stark gitarrenlastigen Wechsel und den dramatischen Gesang.

DRONNING MAUD LAND bestätigen so im nachhinein noch einmal, dass es sich bei ihren alten Stücken um keinen Einheitsbrei gehandelt hat und sie es geschafft haben, ihren eigenen Stil zu kreieren, ohne von den großen „Vorbildern“ abzukupfern.

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