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DROP DOWN GODS - 100 Reasons

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Artist DROP DOWN GODS
Title 100 Reasons
Homepage DROP DOWN GODS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.0/10 (3 Bewertungen)

DROP DOWN GODS ist ein Zwei-Mann-Projekt aus Graz in Österreich, hinter dem Wolfgang Csacsinovits (Vocals, Guitar, Bass & Sounds) sowie Bernhard Kern (Drums, Percussion, Bass, Vocals) stecken. Seit 2006 macht das Duo gemeinsam Musik und veröffentlicht nun das Full-Length-Debüt „100 Reasons“, welches komplett in Eigenregie entstanden ist. Auf dem Zettel haben DROP DOWN GODS Alternative Rock mit progressiven Einflüssen – ein Mix, mit dem die Kapelle eine breite Hörerschaft ansprechen dürfte. Mir war die Kapelle im vergangenen Jahr bereits als Trio mit der EP „Kamikaze Pilot“ positiv aufgefallen.

Damals betitelten sie ihren Sound noch als „Industrial Grunge from Austria“; davon ist bei den beiden verbliebenen Bandmitgliedern zwar keine Rede mehr, wesentliche Veränderungen im Stil hat’s jedoch nicht gegeben. Dagegen spricht auch nichts, weshalb es auch absolut legitim ist, dass es das rhythmusbetonte „Child“ und das knackige „The Holy Eyes“ vom Fünftracker auf die Langrille geschafft haben. Hört man allerdings die ersten Akkorde des Openers „7 Children, A House, And A Tree“ könnte man annehmen, es mit einer Techno-Scheibe zu tun zu haben. Dieser Eindruck legt sich alsbald und stattdessen überwiegen treibende Alternative-Klänge, die beim sich anschließenden „Hollow“ etwas reduzierter ausfallen. Die „Generation X“ präsentiert sich auf ähnliche Weise, bevor „Inside Out“ gleichsam beschwingt und melancholisch nach vorn prescht. Schwere Gitarrengewitter gehen beim psychedelisch angehauchten „Knowing Nothing“ runter- mein Favorit, gefolgt von „Holy Eyes“, aber auch das frickelige „Cannonball“ kann in Slow Motion punkten. „Bodyfeeling“ zeigt sich einmal mehr mit einem mysteriösen Unterton, ehe „Fall Apart“ einen sehr agilen und tanzbaren Schlusspunkt setzt.

Wenn sich nach „100 Reasons“ immer noch keine Plattenfirma für die Ösis interessiert, ist der Musikindustrie vermutlich nicht mehr zu helfen. Zumindest die rockorientierten A&Rs sollten sich den DROP DOWN GODS-Silberling einmal zu Gemüte führen – und natürlich die geneigte Terrorgemeinde.

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