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DÚNÉ - Bloodlines

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Artist DÚNÉ
Title Bloodlines
Homepage DÚNÉ
Label ICEBERG RECORDS
Leserbewertung
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7.9/10 (7 Bewertungen)

Hört, hört, das ist also das bestgehütete Geheimnis unserer nordischen Nachbarn! Und ich dachte immer, das sei das perfekte Rezept für ein leckeres Smörrebröd. So abwechslungsreich wie ein reich belegtes Butterbrot ist auch die Musik des jugendlichen Septetts aus dem beschaulichen 28.000-Seelen-Kaff und Touristen-Hotspot Skive am gleichnamigen Fjord im Nordwesten des Königreiches. Bereits seit 2001 widmen sich DÚNÉ der Musik und das bei einem Durchschnittsalter von gerade mal 18 Jahren! Früh übt sich, was ein Meister werden will und ganz offensichtlich haben Matthias Kolstrup (Gesang & Percussion), Simon Troelsgaard (Gitarre), Cecile Dyrberg (Keyboards & Vocals), Ole Björn Sörensen (Keyboards & Vocals), Piotrek Wasilewski (Bass), Malte Aarup-Sörensen (Schlagzeug) und Danny Jungslung (Gitarre) nicht vor, im Proberaum zu versauern. Noch vor der Veröffentlichung des Debütalbums füllt man in der Heimat beachtliche Hallen und konnte mit der EP „Bloodlines“ bei der VÖ Ende letzten Jahres schon ordentlich punkten. Jetzt erreichen diese fünf Songs der Dänen auch uns, bevor es im August den ersten Longplayer geben soll.

Der Titelsong „Bloodlines“ erinnert ein wenig an die Glasgower FRANZ FERDINAND, allerdings kommt eine Spur mehr Electro mit ins Spiel. Schließlich nennen DÚNÉ ihren Musikstil auch „Indielectrock“ und nicht ohne Grund sind in der Band gleich zwei Keys vorhanden. Die kommen beim flotten „A Blast Beat“ auch umfassend zum Einsatz, bevor „Robot Beat“ noch ne Schippe drauflegt. Dabei wird die rockige Seite keinesfalls vernachlässigt, bei sieben Protagonisten an den Instrumenten ja auch kein Problem. Die Eighties lassen bei „Why Discipline Control“ grüßen, dann läutet das siebenminütige „Go Go Valentina“ schon das Ende ein. Das beginnt eher ruhig, nimmt dann aber verstärkt Tempo auf und macht absolut Lust auf mehr.

DÚNÉ haben beileibe nicht zu viel versprochen. Ihr Mix aus aufmüpfigem Britrock der Sechziger, energiegeladenem Punkrock der späten Siebziger, harmoniesüchtigem 80er-Pop und experimentierfreudigem Indie-Rock der Neunziger geht direkt in Ohr und Bein und ist nur schwer wieder aus dem Kopf zu bekommen. Im Sommer wird die Band auf diversen Festivals auftreten und auch einige Clubshows spielen, da solltet Ihr die Augen offen halten, ob DÚNÉ nicht auch in Eure Nähe kommen.

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