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DÚNÉ - Enter Metropolis

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Artist DÚNÉ
Title Enter Metropolis
Homepage DÚNÉ
Label ICEBERG RECORDS
Leserbewertung
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7.5/10 (11 Bewertungen)

Im letzten Jahr haben die sechs Herren sowie Tastenfrau/ Gitarristin Cecilie Dyrberg von DÚNÉ erfolgreich ihre Schulabschlussprüfungen abgelegt. Gleichzeitig blickt Dänemarks Indie-Exportschlager bereits auf acht Jahre Bandgeschichte sowie 200 Konzerte zurück und veröffentlicht heuer das berüchtigte zweite Album. Für das Debüt gab’s nicht nur in der Heimat zahlreiche Auszeichnungen und einen respektablen achten Platz in den dänischen Charts – auch hierzulande konnten sich die glorreichen Sieben mit „We Are In There You Are Out Here“ und energiegeladenen Live-Shows in die Herzen des (überwiegend weiblichen) Publikums spielen.

Mittlerweile ist das Septett, das sich bereits seit Sandkastentagen kennt, aus dem beschaulichen dänischen Touri-Städtchen Skive nach Kopenhagen umgesiedelt, von wo es DÚNÉ nach nur zehn Monaten weiter nach Berlin zog, was auch den Albumtitel „Enter Metropolis“ erklärt. Die gerade mal 20-jährigen Jungstars erkunden die Verheißungen der Großstadt, wovon insbesondere die Songs „To Metropolis“, „Victim of The City“, „Time To Leave“, „Memories“ und Please Bring Me Back“ berichten. Der letztgenannte Track arbeitet dabei mit großem Besteck, das viel Platz für jede Menge Emotionen lässt, die von imposanten Synthieflächen, druckvollen Gitarrenriffs und eingängigen Melodien im Midtempo getragen werden. Auf ähnliche Weise startet auch der Opener „Time To Leave“, doch wird aus dem Aufbruch ganz schnell ein krachender Ausbruch. Waren auf dem Erstling praktisch keine Lieder über die Liebe vertreten, ändert sich dies jetzt mit der treibenden Vorabsingle „Heat“ und dem eine Nuance ruhigeren „Let Go of Your Love“. Einen basslastigen Dancefloor-Filler legen die Dänen mit dem Stomper „Final Party of The 21st Century“ nach, bevor „Revolution” mit knackigen Rhythmen angesagt ist. Auf ihrem ersten Longplayer ließen DÚNÉ vermittels „Go Go Valentina“ eine Dame aus dem horizontalen Gewerbe tanzen, die auf der aktuellen Langrille mit „Heiress Valentina“ erneut einen temperamentvollen Auftritt hat. „Get It Get It“ legt in Sachen ungestüme Lebensfreude noch einen Zahn zu, offensichtlich sind die Jungspunde noch nicht gänzlich willenlose „Victims of The City” geworden. Die neu gewonnene Freiheit wird weiterhin ausgelassen gefeiert, wozu sich auch das finale „To Metropolis“ bestens eignet, selbst wenn ein ganz dezenter melancholischer Unterton nicht zu überhören ist.

DÚNÉ sind ihrem kraftvollen Mix aus High-Energy-Rock, klaren Synthesizern, packenden Langäxten und Ohrwurmmelodien, den sie selbst „Indielectrock“ nennen, treu geblieben und haben nichts von der ungestümen Kraft der Jugend verloren. Dass das Ganze im Vergleich zum Vorgänger eine Spur rauer und härter klingt, könnte am Produzenten Jakob Hansen liegen, der bei so ziemlich jeder dänischen Metal-Scheibe seine Finger im Spiel hat (u.a. auch beim platinveredelten „Rock The Rebel/ Metal The Devil“ von VOLBEAT) und ist definitiv nicht zum Schaden. Die Platte ist unbedingt zu kaufen und die Tour im Herbst keinesfalls zu verpassen!

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