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DUNE PILOT - Wetlands

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DUNE PILOT
Title Wetlands
Homepage DUNE PILOT
Label FLOWERSTREET RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.0/10 (1 Bewertungen)

München ist ja nun nicht gerade dafür bekannt, eine Wüstenlandschaft im ursprünglichen Sinn zu sein, trotzdem kommt mit den Jungs von DUNE PILOT ein Sandsturm aus eben dieser Ecke der Republik herange(g)rollt. Seit Ende 2013 schleifen die vier Köpfe die Szene ein wenig nach ihrem eigenen Geschmack und waren unter anderem schon im Vorprogramm von BLACK TUSK oder BURN PILOT zu sehen. Ganz nach dem Gründungsmotto “Mit einem noch mächtigeren Bart noch tiefer in die Wüste!” liegt mit “Wetlands” ein Album vor, das den klassischen Desertsound serviert und dabei durchaus zu gefallen weiß.

Auch die Titel der einzelnen Tracks spiegeln das Thema Wüste wider, zumindest kann man sich das gut einbilden. “Stamina” sollte man für eine Durchquerung jedenfalls ausreichend zur Verfügung haben, der so benannte erste Track liefert so dann auch kräftige Riffs samt vollmundiger Bassdrum, rau-kantigen Vocals und dröhnender Bassunterlage. Es fegt. Somit wäre dann auch gleich der Kurs für die Reise gesetzt, denn diese Grundmerkmale ziehen sich durchs gesamte Werk und bilden das Gerüst für so ziemlich jeden Song. Eben ganz nach Manier. Mit “Dogma” stürmt es nochmal einen Tick heftiger (sich einen Schal um den Kopf zu wickeln ist bei dem Sound keine Option!), der Sand unter den Füßen gerät in Bewegung, man wird mitgerissen. “Resistance” ist auch hier zwecklos, keine Chance. Gefällt, gefällt. Später heißt es dann “It’s a waste…” (“Waste), stimmt aber gar nicht, denn auch ab hier wird so gar nichts verschwendet. Es gibt ganz im Gegenteil nochmal neue Facetten. Leicht gefühlvollere Vocals, eine feinere Gitarre, insgesamt mehr Tiefgang. Um den thematischen Bezug zu wahren: Der Sandsturm DUNE PILOT schmirgelt sich in die Haut, man muss die Augen schließen und sich einfach treiben lassen. Ansonsten wird’s nichts. Hat man das geschafft, gibt’s zum Schluss sogar noch einen obendrauf. Tipp: “Changeover” trotz Ruhepause bis zum Ende durchlaufen lassen. Es lohnt sich unwahrscheinlich, wird nochmal schön rund.

“Wetlands” sollte man als Wüstensohn oder -tochter auf jeden Fall mal gehört haben, ein solides Stück aus dem heißen Süden.

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