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DUNKELSCHÖN - Vergehen & Werden

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Artist DUNKELSCHÖN
Title Vergehen & Werden
Homepage DUNKELSCHÖN
Label SCREAMING BANSHEE/ ALIVE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Zu ihrem 10-jährigen Bestehen soll zünftig gefeiert werden. Herzlichen Glückwunsch von hier aus! Gefeiert wird natürlich mit einer neuen CD, wie es in Spielmannskreisen üblich ist. Es ist nun das sechste Studioalbum. Der Titel ist Programm. Und er entspricht den Erfahrungen dieser sehr beliebten Mittelalter-Band, die nach so langer Zeit genau weiß, dass auf jede Tiefe auch wieder eine Höhe folgt. Ein Sprichwort sagt: Mit jeder Tür, die sich schließt, öffnen sich 10 andere Türen. In der Sprache von DUNKELSCHÖN: Jedes Vergehen schafft unendlich viel Platz für neues Werden, neues Wachstum und neues Sein.

Zur VÖ: Das Booklet enthält die Lyrik in Deutsch und in Englisch. Die Texte stammen bis auf einen („Lenore“) von DUNKELSCHÖN höchstselbst. Ebenso verhält es sich mit den Kompositionen, bei denen lediglich „Kolarekarl“ ein schwedisches Traditional ist. Das „Intro“ stimmt düster, aber nicht gefährlich klingend in das Album ein. „Memorian“ ist einer langsamen Volksweise nicht unähnlich. Die Flöte sowie das gemischte Duett verleihen ihm Ausdruck. Mit einem schnelleren Takt und den rotierenden Trommeln wird im Text zwar beim gleichnamigen Lied zum Zug ins „Morgenland“ aufgerufen, es könnte aber auch der Aufruf zum Tanzen sein. Leicht orientalisch angehaucht. Mit einer melancholischen Sehnsucht wird in „Maienzeit“ die Hoffnung besungen, die unerschütterliche Hoffnung, dass es immer weiter gehe. Der Gesang von Vanessa Istvan besonders bei diesem Lied erinnerte mich an die bereits verstorbene Frontfrau Tamara Danz von SILLY. In dem Lied „Lenore“ liegt über der Harfe und dem Cello ein geheimnisvoller, beinahe flüsternder Sprechgesang. Der Test stammt von Edgar Allan Poe. Gewitterregen leitet den rockigen, von den Staccati der Gitarren begleiteten Titel „Übers Meer“ ein. „Das stille Tal“ wiederum ist ein sanfter Song, der im Duett gesungen und von den typischen dunkelschönen Instrumenten Harfe, Cello und Flöte begleitet wird. „Kolarekarl“ ist ein schwedisches Volkslied, von der Gruppe auch in Landessprache interpretiert. Es wird mit Meeresrauschen und weiblichem Sprechgesang eingeleitet, bis schließlich die Gitarren hämmern und alle Instrumente rocken. Es wird von den Wünschen eines Mädchens erzählt, davon, welche Männer sie nicht möchte und welche ihr gefallen täten. Ausschließlich zum Träumen gibt es anschließend „Das gläserne Gedicht“. Mit „Lebensweg“ wird das Lied vom großen Meister vorgetragen, dessen Lied bzw. dessen Vorgaben gefolgt werden. Der sanfte Gesang wechselt mit stampfenden Metal-Gitarren. „Am Ende“ steht dann der besinnliche Ausklang als Abschluss des Albums.

Alles in allem würde ich von einem Album wunderschöner, verträumter und melancholischer Balladen sprechen. Unverkennbar DUNKELSCHÖN in ihren verschiedensten Facetten auf gewohnt hohem Niveau. Für mich persönlich habe ich aber keine Ohrwürmer entdeckt, wie sie auf anderen Werken „Mandaleit“, „Spielmann“ oder „Askath“ darstellten. (Keine Abwertung, sondern lediglich meine private Feststellung.)

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