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DURAN DURAN - Danse Macabre

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Artist DURAN DURAN
Title Danse Macabre
Homepage DURAN DURAN
Label TAPE MODERN
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Andere Bands machen Weihnachtsplatten, DURAN DURAN ein Halloween-Album. „Danse Macabre“ heißt die Langrille passenderweise und ist der 16. Studio-Output der überaus erfolgreichen Kapelle von Simon Le Bon (Gesang), Nick Rhodes (Keys & Synthies), John Taylor (Bass) und Roger Taylor (Drums). Insgesamt 13 Songs finden sich auf dem Silberling, darunter drei neue Lieder, sechs Cover und vier neue Versionen von DURAN-DURAN-Klassikern.

Zur letztgenannten Gattung gehört der Opener „Nighboat“, der ursprünglich 1981 auf dem selbstbetitelten Debüt erschienen ist und für den das ehemalige Bandmitglied Andy Taylor erneut zum Sechssaiter greift. Andy ist auch auf „Super Lonely Freak“ „Secret Oktober 31st“ zu hören. Hier handelt es sich um eine neue Aufnahme des Deep Cuts „Secret Oktober“, der ursprünglich als B-Seite auf der Vinyl-Single für „Union of The Snake“ erschienen ist. Dieser geheimnis- und gefühlvolle Track wurde nie auf einem DURAN-DURAN-Album veröffentlicht und ist ein Fan-Favorit. „Super Lonely Freak“ hingegen ist ein beschwingter Mix aus „Lonely In Your Nightmare“ vom 1982er „Rio“ und RICK JAMES‘ Überhit „Super Freak“. Für die smoothe Neuauflage von „Love Voodoo“, das 1993 auf dem „Wedding“-Longplayer erschien und jetzt „Love Voudou“ titelt, holten DURAN DURAN Warren Cuccurullo zurück an die Gitarre. Der Mann ist auch beim brandneuen und mitreißenden Titelsong „Danse Macabre“ mit von der Partie. Für das groovige „Black Midnight“ versicherte sich das Quartett der Mithilfe ihres alten Freundes Nile Rogers (CHIC), dessen Gitarrenriff unverkennbar ist und bestens mit den Synthesizer-Melodien harmoniert. Ebenfalls neu im Repertoire der New-Romantics-Vorreiter ist „Confessions In The Afterlife“, das sich mit seiner melancholischen Grundstimmung bestens in die DURAN-DURAN-Discografie einfügt. Mit „Paint It Black“ von den STONES haben Le Bon & Co. ganz tief in der Musik-Mottenkiste gekramt, denn das Stück vom „Aftermath“-Album stammt bereits aus dem Jahr 1966 und hat an dieser Stelle einen Gothic-Anstrich erhalten. Für den CERRONE-Disco-Evergreen „Supernature“ (1977 auf „Cerrone 3 – Supernature“ erschienen) wurde erneut Andy Taylor ins Boot geholt und mit dem bläserschwangeren „Ghost Town“ ging es schließlich ins Jahr 1981 und zum gleichnamigen Album von THE SPECIALS.  1981 haben auch SIOUXIE AND THE BANSHEES ihre vierte Platte „Juju“ veröffentlicht. Darauf ist „Spellbound“ enthalten, das mit viel Tempo auf den Düster-Dancefloor bittet. Aber auch für zeitgenössische Musik können sich die Briten erwärmen. So sind sie Fans von BILLIE EILISH und verhelfen ihrem „Bury A Friend“ vom 2019er Erstling „When We Feel Asleep Where Do We Go?“ gemeinsam mit Andy Taylor zu neuen Ehren. Mein Favorit ist allerdings das gute alte „Psycho Killer“ von den TALKING HEADS und deren 1977er Debüt „Talking Head: 77“, das sich zunächst gar nicht zu erkennen gibt und durch Victoria De Angelis von den italienischen Eurovision-Song-Contest-Gewinnern MÅNESKIN an Bass und Mikro begleitet wird.

Halloween, das in den USA ein kommerzielles Riesengeschäft ist und auch hierzulande immer mehr Anhänger findet, beschränkt sich bei mir maximal auf die Zubereitung einer Kürbissuppe. Dazu würde ich aber gern „Danse Macabre“ von DURAN DURAN hören und ehrlich gesagt ist es mir auch lieber, wenn die Jungs nicht CHER und deren Gästen auf „Christmas“ nacheifern und auch noch ihre Vorstellung von Weihnachtsliedern zum Besten geben.

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