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DYM - The Invilid

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Artist DYM
Title The Invilid
Homepage DYM
Label NOITEKK
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Mit DYM (= Death to Your Modern) aus dem fernen Toronto reiht sich ein neues Duo in die Riege der Verfechter härterer Electroklänge ein. Dies geschieht – nachdem es beim Label NoiTekk eine Weile release-technisch etwas still geworden war – musikalisch betrachtet in guter Gesellschaft. Im Wesentlichen erst zwei Singles haben die Herren E-N und Arc bislang in Eigenregie unter die Leute gebracht, doch nun soll es dann ernst werden. Negativ fällt dabei zunächst das für eine professionelle Veröffentlichung doch sehr billig wirkende, (bewusst?) verpixelte Covermotiv auf, das optisch wahrlich nicht viel her macht. Anders lässt sich da schon das musikalische Treiben an, allein deshalb, weil es sich nicht im Sinne eines Klons in den oftmals so typischen Fußstapfen des Dark Electros oder Harsh EBM bewegt.

Dieser an sich positive Umstand macht es anfangs dafür aber schwerer, einen richtigen Zugang zu dem Material auf „The invilid“ zu bekommen. Denn hier wird unverblümt progressiv zu Werke gegangen, mit Songstrukturen, die sich in einigen Stücken nicht immer sofort erschließen. Durch gezielte Kopfhörerbeschallung lässt sich dem Feintuning dann aber doch auf die Spur kommen und die 10, teils im aggressiven Breakcore verhafteten Songs entpuppen so manche nicht uninteressante Idee. Neben Rhythm and Noise Ansätzen, aber auch eingängigen Sequenzer-Passagen fällt vor allem eine starke Digitalisierung mit entsprechenden Effekten ins Gewicht. Den Jungs hierbei etwas unter die Arme gegriffen haben die heimischen Kollegen von FRACTURED, bei denen Arc nach einigen Personalwechseln inzwischen ebenfalls in die Tasten haut.

Als Anspieltipps würde ich den fast ein wenig in Richtung PRODIGY gehenden Opener „Bender“, das bereits vom dritten Teil der BlackRain Compilation bekannte und noch am ehesten als klassischer Hellektro einzuordnende „Autonomy of the will“ sowie das tanzbare und leicht aufgewühlte „Life sized“ nennen wollen. Andererseits sind die weiteren Stücke trotz einheitlichem Soundmuster für sich genommen doch zu divergierend, um daraus eine abschließende klare Linie herleiten zu können. Also am Besten selbst mal bei DYM reinhören, denn für ein Debüt ist „The Invilid“ gar nicht so schlecht. Eine gewisse innere Grundruhe könnte insoweit jedoch sicher nicht schaden…

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