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[email protected] - Audioshock

VN:F [1.9.22_1171]
Artist [email protected]
Title Audioshock
Homepage [email protected]
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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6.0/10 (1 Bewertungen)

Dass Nordrhein-Westfalen eine Industrial-Hochburg ist, beweisen allein die zahlreichen bekannten Acts aus Bielefeld und Umgebung. So ist hier natürlich auch der Underground nicht untätig. Während er bei seinem Hauptprojekt N8STROM2618 eher in Industrialgefilden schippert, bewegt sich Mastermind Thorsten H. bei [email protected] auf NOISE-Pfaden.

„Audioshock“ ist also nun der Nachfolger zu „Beatconstructor“ (damals noch unter dem etwas anderen Namen [email protected]) aus dem Jahre 2005. Mit einem lustigen „Summ summ summ Bienchen summ herum“ beginnt „Connected again“ in den ersten Sekunden, um dann von noise-igen Uptempo-Beats abgelöst zu werden. Mit einer Länge von knapp 10 Minuten wird es wohl jeder schaffen, sich hier in Trance zu tanzen. Wie der Soundtrack zu einem Kriegsszenario kommt der schleppendere „Irrevocable Fate“ daher. „4. Juli 1954“ zielt mit seinen Breakbeats wieder klar in Richtung Tanzfläche. Bei „Mindfield“ kann man auch gleich darauf bleiben, da hier an Tempo noch einmal eine Schippe draufgelegt wird. Musikalisch bewegt man sich hier ein wenig in Richtung THIS MORN OMINA. „Into the Dark Sea“ ist erneut ein zügiger Breakbeat-Track. Ein wahrer Höhepunkt ist „Kolomna 15 d 49“, das sehr düster und treibend daherkommt. Im Hintergrund kann man orchestrale Klangteppiche wahrnehmen, die dem Ganzen eine sehr dramatische Note geben. „md 12 v 538“ wirkt wie JEAN MICHEL JARRE meets INDUSTRIAL – interessante Mischung. Das ruhige „Elektrostahl“ entführt in eine Welt der Geräuschkulissen. Der Titeltrack bietet noch einmal kräftige und nervöse Breakbeats. „Human“ beendet dann auf recht melodische Weise den regulären CD-Teil. Als Bonus folgt noch ein Hidden Track, der sehr groovig klingt und mit sweependen Hintergrundsounds aufwartet.

Die Tracks sind allesamt recht abwechslungsreich, nur aus meiner Sicht mit teilweise 7-10 Minuten Spieldauer vielleicht etwas lang geraten, wodurch dieser Abwechslungsreichtum leider wieder ein wenig entwertet wird. Ansonsten ist die Scheibe jedoch durchaus gelungen und man darf gespannt sein, was uns von diesem vielversprechenden Projekt in Zukunft noch erwartet. Die CDr kann über Codeline Records bestellt werden.

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