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EARTH CRISIS - To The Death

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Artist EARTH CRISIS
Title To The Death
Homepage EARTH CRISIS
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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7.7/10 (3 Bewertungen)

“Violence against violence, let the roundups begin, a firestorm to purify the bane that society drowns in”. Welcher Hardcore-Jünger (im Speziellen Straight-Edge-Hardliner) kennt sie nicht, die berühmten Lyrics aus der 1993 erschienenen “Firestorm” EP? Aber damals war Victory noch ein ernst zu nehmendes Hardcore-Label und kein Kindergarten und metallischer Hardcore noch ein neuer, aufregender Schlag in die Fresse. Jetzt also „To The Death“, neun Jahre nach dem lächerlichen „Slither“, das Debüt für Century Media. Und Schreihals Karl Buechner scheint in den Jahren genug Frust und Energie angesammelt zu haben, den er bei FREYA nicht abbauen konnte, um auch anno 2009 an vorderster Old-School-Hardcore-Front mit zu moshen.

Metallisch gehen sie wieder zu Werke („When Slaves Revolt“ hat sogar ein tolles true-metallisches Solo vorzuweisen!), vergessen dabei ihre Hardcore-Wurzeln keineswegs. Natürlich hat die Konkurrenz, bestehend aus HATEBREED oder SWORN ENEMY (und diversen schnell vergessenen Epigonen) auch auf EARTH CRISIS anno 09 abgefärbt, so dass man kaum von einer Ausnahmestellung sprechen kann, dennoch sprechen genug Punkte für die Existenz von „To The Death“. Darunter fallen immer noch die Agitations-Lyrics, die sich berechtigterweise weiterhin auf Drogendealer einschießen („The Weapons and drugs of dealers, kill more in months and weeks, than all of Al-Qaeda´s Victims“, heißt es auf „Security Thread Number One“. „The origin eradicated, doused and set ablaze. Scales of justice raised, every meth lab burnt. Crimson flames against the darkened sky. The ultimate act of intervention”, wiederum auf „To Ashes“) oder den täglichen Kampf eines veganen Straight Edgers behandeln („Against The Current“, „To The Death“).

Auch der Sound ist vollauf gelungen (die Band hat produziert, Tue Madsen gemixt), wenn auch mittlerweile Genre-Standard, während Paul Romano das Artwork besorgt hat. 32 Minuten gelungene, leicht eindimensionale, Hardcore-Unterhaltung, die auch junge Menschen heute noch den Pit aufmischen lässt. Mehr kann man von einem Comeback-Album aus diesem Bereich nicht erwarten! Mission erfüllt!

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