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EARTHBEND - Attack Attack Attack

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Artist EARTHBEND
Title Attack Attack Attack
Homepage EARTHBEND
Label NOIS-O-LUTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Da sind sie also wieder. EARTHBEND kehren nach einem längeren Ausflug in ein altes, leerstehendes Kino (das als Aufnahmestudio diente) mit ihrem dritten Silberling zurück in den großen Musikzirkus, um ihrer Liebe für die Mucke der Siebziger zu huldigen.

Beim 2002 gegründeten Dreier bedeutet dies, dass es ordentlich was auf die Mütze gibt und entsprechend starten EARTHBEND, die den letzten Jerry-Cotton-Kino-Trailer musikalisch untermalen durften, mit „Blistered & Black“ gleich mal amtlich durch. Wären meine Eltern rockaffin, hätte mein Vater sich bei diesem Track möglicherweise an seine alten THIN-LIZZY-Platten erinnert oder bei „Driller Killer“ eine OZZY-OSBOURNE-LP aus dem Regal gezogen, doch EARTHBEND verharren nicht gänzlich in der guten, alten Zeit: „Ozzy Attack“ bringt durchaus frischen, zeitgenössischen Rock-Wind mit – selbst (oder vielleicht gerade) bei einer Ode an King Ozzy! Der Sound ist einfach auf das Wesentliche reduziert und das sind knackige Gitarrenriffs, die schon vor dreißig, vierzig Jahren großartig waren und bis heute nichts von ihrer Wucht verloren haben. Deshalb funktioniert auch das etwas gemächlichere „Earth Rising“ ganz hervorragend. Genau wie das druckvolle „Rashomon“, welches zwingend laut gehört werden will oder der jaulende Speedmaker „Evermore“. Bassbetont schließt sich „Newbourne“ inklusive Orgeluntermalung an, während Sänger André Kunze seine authentische Stimme erklingen lässt und mit großem Besteck gefrickelt wird. Keine Angst vor Untoten beweist das aufgeräumte „Zombie“, bevor Back To The Wall“ Tempo macht und „Beretta“ rhythmusbetont die Füße wippen lässt. „Neighbours From Hell“ verbindet auf der Zielgerade Oldschool-Metal-Ingredienzien mit psychedelischem Rockgeschwurbel zum gelungenen Abschluss des Parforce-Ritts durch die Jahrzehnte.

EARTHBEND haben zur Attacke geblasen und weder Mensch noch Material geschont. „AttackAttackAttack“ geht mit bewährten Mitteln in die krachende Offensive und beweist dabei eine mitreißende Spielfreude. Macht in Gänze elf Songs, die sich schon bald in den Gehörgängen festsetzen und alles andere als nur retro sind. Stattdessen gibt’s behutsam modernisierten Classic Rock mit jeder Menge Schmackes, der schlicht und ergreifend Spaß macht. Was will man mehr?

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