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EAT THE GUN - Stripped To The Bone

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Artist EAT THE GUN
Title Stripped To The Bone
Homepage EAT THE GUN
Label STEAMHAMMER/SPV
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Die Münsteraner EAT THE GUN bringen mittlerweile schon ihr viertes Studio-Album unter die Leute und mit „Stripped To The Bone“ ist ihnen eine herrliche Rock-Platte ohne großen Schnickschnack gelungen. Die Band, die bis dato weit mehr als 650 Konzerte gespielt hat, beim Taubertal Festival, beim Big Day Out oder dem Wacken auftrat, sich die Bühne schon mit Größen wie DIE TOTEN HOSEN, HIM, DUFF McKAGAN, den DONOTS oder die BACKYARD BABIES teilte, kann völlig legitim als eins der besten deutschen Rock-Kollektive bezeichnet werden.

Für ihre erste Single „Loner“ haben die Westfalen Stephan „Gudze“ Hinz (H-BLOCKX) als Produzenten gewinnen können und diese wurde in ihrem eigenen Studio aufgenommen. „Loner“ zeichnet sich wie die meisten Lieder von EAT THE GUN durch schnörkellose Direktheit aus. Mit den melodiösen und eingängigen, doch definitiv vor Kraft strotzenden Songs wie „Addiction“ oder dem Opener „At The End of The Day“ hat sich die Band fest vorgenommen, weitere Türen zu öffnen, um in den Rock-Olymp aufgenommen zu werden. Was EAT THE GUN aber definitiv von anderen deutschen Rock-Kapellen unterscheidet, ist, dass sie eben NICHT deutsch klingen. Dies liegt vor allem an der charismatischen Stimme von Hendrik Wippermann, aber auch am treibenden Schlagzeug und den kernigen Gitarrensoli. Stücke wie „Addiction“ oder „Apocalyptic Blues“ fallen durch ihre Vielfältigkeit auf und zeigen, dass hier definitiv Profis am Werke sind. Sie ertönen eigenständig auf „Stripped To The Bone“ und begehen somit nicht den Fehler vieler anderer deutschen Rock-Combos, nach einer billigen Kopie amerikanischer Szene-Größen zu klingen.

„Stripped To The Bone“ ist eine sehr intensive Langrille, weil EAT THE GUN sich auf das Wesentliche konzentrieren und authentisch rüberkommen. Sicherlich haben sie mit ihrem neuen Silberling das Rad nicht neu erfunden, aber es tut doch gut, endlich mal wieder Rock ohne großen Firlefanz aufgetischt zu bekommen. In der deutschen Musiklandschaft herrscht in dieser Sparte momentan oftmals das Problem, dass zuviel auf den US-Markt geschielt wird und somit auch von diesem kopiert wird. Dabei bleibt leider meistens die Kreativität auf der Strecke.

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