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EAT THE GUN - Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion

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Artist EAT THE GUN
Title Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion
Homepage EAT THE GUN
Label LIMITED ACCESS RECORDS
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Der bereits drei Jahre zurückliegende Erstling „Cross Your Fingers“ der Münsteraner Formation, welcher seinerzeit zu viert eingetrümmert wurde, hatte bereits aufhorchen lassen. Nun sind die Westfalen innerhalb der letzten Zeit auf ein Trio geschrumpft, worunter die Musik aber keinesfalls gelitten hat. Mit ihrer neuen Scheibe, die den bandwurmartigen Titel „Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion“ trägt, rocken EAT THE GUN so was von los, dass es eine wahre Freude ist.

Gleich mit dem Opener „Tendency To Sin“, ein sehr eingängiger Midtempo-Rocker, der gut ins Bein geht, legen die Jungs die Marschroute der Scheibe fest. Ein ums andere Mal wird man bei den Songs der Westfalen an DANKO JONES oder die BACKYARD BABIES erinnert. So auch bei „Solitary Sinners“, das ebenfalls sehr eingängig ist und mit einem sehr mitsingkompatiblen Chorus aufwartet. Auch „Showdown“ könnte aus der Feder des zuvor genannten Kanadiers stammen, wobei ich hinzufügen muss, dass EAT THE GUN keinesfalls eine Kopie ihrer Referenzen sind, sondern ihrem Werk eine gehörige Portion Eigenständigkeit hinzufügen. So beginnt das fett groovende „Wiser“ mit einem knarzenden Bass und wird durch Gastsänger von den DONOTS, H-BLOCKX und von CLAUS GRABKE (Ex-THUMB) veredelt. Letzterer zeichnet auch für die Produktion verantwortlich. Im Gegensatz zu den vorgenannten Bands erinnert „Walk Out On Me“ an die BEATSTEAKS und ist teilweise mit horroreskem Gesang ausgestattet, der zu gefallen weiß. Das CLAWFINGER-artige „Blood Running Black“ überzeugt ebenfalls und fügt dem Sound des Trios eine weitere Facette hinzu. „Unleash the Freak“ beginnt mit einem geilen Riff und entwickelt sich wie die anderen Songs zu einem ordentlichen Mitgeh-Rocker. Leider fällt das folgende „Renegade“ etwas aus dem insgesamt hohen Niveau der Kompositionen heraus, obwohl es insgesamt noch eine gute Nummer ist. Mit „Viva La Insane“ hat es auch ein schnelleres Stück auf „SPMATD“ geschafft, das zum abgehen einlädt und mich ein wenig an MUSTASCH erinnert.

Insgesamt sorgt der locker aus der Hüfte geschüttelte Schrammelrock von EAT THE GUN mit seiner Geradlinigkeit und Unkompliziertheit dafür, dass die Lieder überwiegend sehr gut ins Ohr gehen. Eine ordentliche Portion Rotzgitarren wird mit eingängigen Refrains zusammengefügt und zu dynamischen, energiegeladenen Rockern verarbeitet. Die Produktion ist dabei sehr passend leicht roh und knarzig ausgefallen. Das Material der Studentenstädter bietet jede Menge Gelegenheit zum mitsingen und abrocken. Die Jungs haben ein ordentliches Gespür dafür, den Kompositionen genau das zu geben, was sie brauchen. Hier ist nichts zu lang oder überladen. Es passt einfach. Wer sich für die nächste Party richtig einstimmen will, der sollte deshalb „Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion“ auflegen. Deshalb: Aufdrehen und abgehen!

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