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ECHOFUCHS - Nur nicht still sein

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Artist ECHOFUCHS
Title Nur nicht still sein
Homepage ECHOFUCHS
Label LASER LASER
Leserbewertung
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7.5/10 (2 Bewertungen)

Füchse leben inzwischen auch in Städten. Häufig bekommt man sie zwar nicht zu sehen, weil die Tiere eher nachtaktiv sind, aber es darf davon ausgegangen werden, dass es sie nicht nur in der Nähe von Hühnerställen gibt, wo sie zweifellos nicht gern gesehen sind. Der ECHOFUCHS ist eine ganz besondere Spezies, die ausschließlich in Essen beheimatet ist und ebenfalls Tendenzen zeigt, am liebsten bei Dunkelheit auf den Plan zu treten. Allerdings ist die Lautgebung eine ganz andere, denn der ECHOFUCHS braucht Gitarre, Bass, Drums, Synthesizer und ein Mikro, um sich zu artikulieren. Was dabei dann herauskommt, ist deutschsprachiger Indie-Rock mit viel Melodie und elektronischen Einsprengseln.

Für ihr Debütalbum „Nur nicht still sein“ sind Alexander Felder, David Wilson, Robin Sharma und Timo Gayk mit satten 60 Songs ins Studio gegangen. Was schon einigermaßen erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass es die Kapelle ECHOFUCHS erst seit Anfang des Jahres gibt. Das Ruhrpott-Quartett hat ganz offensichtlich keine Zeit zu verlieren und startet entsprechend mit dem flotten Titeltrack „Nur nicht still sein“ und tanzbaren Rhythmen. In diesem Sinne schließen sich auch „Noch heute unsterblich“ und „Unser Stern“ an. Die Jungs bitten beschwingt auf den Dancefloor und wissen gleichzeitig auch mit nachdenklicheren Tonfolgen umzugehen, wie „Wach mit mir auf“ oder auch „Expedition“ und „Hymne an die Nacht“ beweisen, während „Hey Helikopter“ und Spul noch mal zurück“ mit viel Elektronik abermals zum Tanze laden. „Trümmer & Ruinen“ sind beim ECHOFUCHS kein Grund, um in Schutt in Asche zu gehen und wenn im Anschluss der „Neubeginn“ ansteht, geschieht dies mit fiependen Tasteninstrumenten, die auch beim verträumten „Eigentlich gut“ zum Einsatz kommen. „Euphoria“ heißt es zu guter Letzt nicht unbedingt überschwänglich, aber doch gut gelaunt.

Der ECHOFUCHS schickt sich an, mit seinem Erstling seinen Platz im Großstadtdschungel zu finden und dürfte sich beispielsweise in der Nähe vom POLARKREIS 18 wohl fühlen, wobei Robin allerdings nicht in den falsettartigen Höhenlagen des Kollegen Felix Räuber unterwegs ist, sondern eher an Markus Berges (ERDMÖBEL) denken lässt.

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