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EELS - The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett

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Artist EELS
Title The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett
Homepage EELS
Label PIAS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Mark Oliver Everett nennt sich gern auch ganz schlicht E. Gleichzeitig ist er die einzige Konstante der Kapelle EELS und gleichzeitig auch seit der Gründung vor 19 Jahren ihr Mastermind. Im letzten Jahr beglückte er seine Fans erst mit dem zehnten Studioalbum „Wonderful, Glorious“, jetzt folgt bereits „The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett“, wobei die Arbeiten zu diesem Longplayer genau genommen sogar vor der letzten VÖ starteten, sich jedoch etwas schwierig gestalteten. Nun sind 13 warnende Geschichten von Mark Oliver Everett im Kasten und es scheint ganz so, als hätte uns der Mann einiges zu sagen.

Mit den leisen Instrumentalklängen von „Where I’m At“ startet der Silberling, ehe „Parallels“ erstmals die raue, etwas brüchig klingende Stimme des Singer/Songwriters hören lässt. Mit dezenten Streichern setzt „Lockdown Hurricane“ die intime musikalische Reise fort, die mit dem reduzierten „Agatha Chang“ zu den Fehlern der Vergangenheit führt. „A Swallow In The Sun“ kehrt mit wunderschönen Gitarrenmotiven die positiven Seiten des Lebens hervor, bevor „Where I’m From“ wie zur Bestätigung des vorangegangenen Songs die alten Knochen im vergnügten Midtempo zum Wippen bringt. Dank des Xylofons, das bei „Series of Misunderstandings“ zum Einsatz kommt und des beinahe dahin gehauchten Gesangs, hat diese Nummer etwas von einem Schlaf- oder Wiegenliedes; ein Eindruck, den durchaus auch das folgende „Kindred Spirit“ vermittelt. Ohne viel Tamtam holt es den Hörer runter und vermittelt Ruhe und Frieden. Mit dem kleinen Besteck kommt im Anschluss auch das nachdenkliche „Genntlemen’s Choice“ aus, bevor „Dead Reckoning“ eine Ahnung von drohendem Unheil vermittelt und „Answers“ als kleiner Hoffnungsschimmer am Horizont daherkommt. Beschwingt schließt sich „Mistakes of My Youth“ an – so schlimm können die Fehler der Jugend also nicht gewesen sein, auch wenn der Blick nach vorn mit der Piano-Ballade „Where I’m Going“ recht getragen ausfällt.

Sorgen machen müssen wir uns um Mark Oliver Everett wohl nicht machen. Der Mann scheint trotz aller Depressionen und Stimmungsschwankungen mit sich und der Welt im Reinen zu sein. Die EELS sind im Übrigen natürlich weiterhin meilenweit davon entfernt, aalglatt zu sein und E beweist mit „The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett“, dass wir immer und überall mit ihm rechnen müssen, können und dürfen. Diesmal mit sehr ruhigen Sounds, denen es nicht an Tiefgang mangelt.

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