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EELS - Tomorrow Morning

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Artist EELS
Title Tomorrow Morning
Homepage EELS
Label V2 RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Ok, jetzt hab ich wohl ein Problem. Da macht Mark Oliver Everett alias „E“ mit seiner Kapelle EELS eine Trilogie und ich kenne die ersten beiden Teile nicht. Bleibt mir nicht viel mehr übrig, als die harten Facts zu liefern und die wären zunächst einmal, dass die Amis für die drei Platten gerade mal 15 Monate gebraucht haben und die sind – wie bei den EELS nicht ungewöhnlich – komplett unterschiedlich. Irgendwie sollen sie dann aber doch nicht nur inhaltlich zusammengehören, dazu möchte ich mir dann aber doch lieber kein Urteil erlauben, da ich von „Hombre Lobo“ (VÖ 29.05.2009) und „End Times“ (am 22.01.2010 erschienen) wirklich nur Fetzen gehört habe.

Auf jeden Fall beschreibt Everett seinen Dreier so, dass „Hombre Lobo“ das Davor markieren soll und den Hunger, mit dem alles beginnt, während der zweite Teil das Danach zum Thema hat und die Frage, wie man mit den Auswirkungen umzugehen hat. Fehlt noch die Erlösung, ein Neuanfang und eine neue Chance, was mit „Tomorrow Morning“ eine musikalische Umsetzung erfahren hat. Der Start ist zunächst etwas holprig und sperrig, doch spätestens mit der Singleauskopplung „Spectacular Girl“ sind E und seine Mannen wieder in der Spur und erfreuen sich an den schönen Dingen des Lebens, die in federleichte Melodien gestanzt wurden, zu denen die raue Stimme ihres Schöpfers ganz hervorragend passt. In diesem Sinne schließen sich weitere Nummern an, die wie bei „What I Have To Offer“ mal auf fragile Klänge setzen, im Fall von „This Is Where It Gets Good“ dem zurückhaltenden Arrangement aber auch recht dominante Elektronik zur Seite stellen. Dieses Unterfangen klappt ganz hervorragend und bisweilen rocken die „Aale“ wie bei „Looking Up“ geschehen sogar in bester BLUES-BROTHER-Manier, wenn sie nicht gerade mit allerlei elektronischen Versatzstücken ganz vorsichtig ihrem neu gewonnenen Optimismus zur Schau stellen. Als Beispiel sei hier „The Man“ genannt, aber natürlich kehren gelegentlich auch gewisse Zweifel zurück. Die klingen dann wie bei „That’s Not Her Way“ eher melancholisch, doch schon beim folgenden „I Like The Way This Is Going“ taucht wieder Licht am Ende des Tunnels auf. So definiert sich wohl „Mistery of Life“, mit dem Mark Oliver Everett einen überraschenden Schlusspunkt unter seine Trilogie setzt.

„Tomorrrow Morning“ zeigt die EELS mal wieder von einer neuen Seite. Die Stimmung ist verhalten positiv bei Everett & Co. – macht in der Konsequenz 14 sehr eindringliche Songs, die es im September bei drei Deutschland-Terminen auch live zu hören gibt.

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