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EGGS LAID BY TIGERS - This Red-Eyed Earth

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Artist EGGS LAID BY TIGERS
Title This Red-Eyed Earth
Homepage EGGS LAID BY TIGERS
Label ILK
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Was passiert, wenn Tiger anfangen, Eier zu legen? Nun, entweder haben wir es dann mit einer biologischen Sensation zu tun mit der dänischen Kapelle EGGS LAID BY TIGERS, die sich bei ihrer Namensgebung an dem walischen Dichter Dylan Thomas gehalten hat, von dem der Satz stammt: „I wrote wonderfully original things, like eggs laid by tigers.“. Schon in ihrem letztjährigen Debüt „Under The Mile Off Moon“ vertonten die Nordmannen auch auf „This Red-Eyed Earth“ erneut Texte des Literaten, der in diesem Jahr 152 Jahre alt geworden wäre.

Altbacken klingen die acht Songs deshalb aber noch lange nicht. Vielmehr haben wir es abermals mit einem köstlichen Schall-Eintopf zu tun, der ein gefälliges Potpourri aus Seventies Soul, Avant-Pop und Afro-Beat kredenzt. Das Ganze wunderbar warm und analog aufgenommen und gespielt, als gäbe es kein Morgen. Basierend auf den Lyrics ihres körperlosen, aber stets gegenwärtigen Bandmitglieds Dylan Thomas schaffen Jonas Westergaard (Vocals & Bass), Peter Bruun (Vocals, Drums & Acoustic Fingerpicking), Martin Ullits Dahl (Vocals, Electric Guitar & Acoustic Strumming) und Simon Toldam (Piano, Organ & Syntheziser) (live werden die Herrschaften zusätzlich von den Bläsern Jimmy Nyborg, Jacob Munck und Anders Banke unterstützt) sphärische Soundwelten, die zunächst einmal mit dem Opener „Lift Up Your Face“ träumerisch-balladesk daherkommen. „Do Not Gentle Into That Good Night“ schließt sich dem mit reduzierten Singer-Songwriter-Klängen an und auch die Piano-Nummer „Our Eunuch Dreams“ setzt auf das Wesentliche. Anders das smart groovende „The Molls“, das mit jazzigen Folkmelodien erfreut. „You Shall Not Despair“ nimmt sich im Folgenden deutlich zurück, ehe „Sometimes The Sky’s Too Bright“ mit mehrstimmigem Gesang und akustischem Gitarren-Fingerpicking Gedanken an ein kuscheliges Lagerfeuer weckt. „Nearly Summer“ lässt den Sechssaiter derweil dezent countryesk aufheulen und zu guter Letzt geht es mit „Here Lie The Beasts“ noch einmal in stille folkige Gefilde.

Es ist schon erstaunlich, was man mit Gedichten machen kann, die vor mehr als 150 Jahren entstanden sind. EGGS LAID BY TIGERS wissen auf jeden Fall, wie man die Worte von Dylan Thomas musikalisch am besten umsetzt. „This Red-Eyed Earth“ darf mit seiner erhabenen Stille und unzüchtigen Schönheit gefeiert und genossen werden.

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