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EILERA - Fusion

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Artist EILERA
Title Fusion
Homepage EILERA
Label SPINEFARM
Leserbewertung
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2.0/10 (2 Bewertungen)

Neues von Spinefarm, allerdings gehört das Ein-Frau-Projekt nicht unbedingt zum üblichen Repertoire von Melodeath und Folkmetalbands, für die das Label weitgehend bekannt ist. Titelgebende Eilera ist eine Fränzösin, die ihr Album allerdings in Finnland aufgenommen hat, und obwohl sie lediglich Sängerin (und natürlich Songschreiberin) ist, klingt dieses Projekt vielmehr nach einer „richtigen“ Band. Dies liegt natürlich daran, dass alle Instrumente von echten Musikern eingespielt und nicht nur mager am Computer erstellt wurden – wie bei so manch anderem Solokünstler. Dabei kommen neben den üblichen Instrumenten auch eine Fiedel, eine Violine und ein Cello zum Einsatz, wobei letzteres wie kaum anders zu erwarten von Max Lijla (ex-APOCALYPTICA) gespielt wird. Manchmal frage ich mich wirklich, ob es auch noch andere Cellisten gibt, denn wo immer man auf ein Cello trifft, kann man fast schon davon ausgehen, dass Max seine Finger im Spiel hat.

Jedenfalls ist EILERAs Erstling keine allzu leicht verdauliche Kost, denn sie schafft es mit Leichtigkeit, „Fusion“ eine Tiefe zu verliehen, wie man es nicht allzu oft zu hören bekommt. Der Titel ist hierbei wirklich Programm, denn das Album besteht aus einer Vielzahl von verschiedenen Stilen und Einflüssen. Mal hört man BJÖRK (und besonders ihre Experimentierfreude) heraus, mal erinnert das ganze an den Erstling von TRISTANIA, vor allem was die rauschende Produktion betrifft und dies sei hierbei keinesfalls negativ gemeint, denn sie verleiht dem Ganzen seinen ganz eigenen Charme. Das musikalische Fundament mit einigen keltischen Melodien hier und dort ist dem Metalbereich zuzuordnen, doch EILERAs ganz eigener Gesang passt irgendwie so gar nicht in diese Ecke, denn er klingt sanft und manchmal zerbrechlich. Es ist wirklich eine Freude anzuhören, wie sie ihre Stimme in jedem Song ein klein wenig anders einsetzt und so immer wieder neue Atmosphären kreiert, die trotz zumeist ruhigerer Passagen oft kraftvoll wirken.

Ein vielschichtiges Album, dem man ruhig etwas Zeit geben sollte!

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