| Artist | EISENFUNK |
| Title | 8-Bit |
| Homepage | EISENFUNK |
| Label | DANSE MACABRE |
| Leserbewertung |
Nach den Releases „Eisenfunk“ (2007) und „Schmerzfrequenz“ (2009) legt das bayrische Elektro-Trio EISENFUNK mit „8-Bit“ sein drittes Werk und eine Hommage an die frühen Achtziger hin (siehe beispielsweise auch den aktuellen Output von MIND.IN.A.BOX). Zunächst als Projekt von Michael Mayer gegründet, gesellten sich mit Arthur Stauder und Toni Schulz zwei weitere Electrofreunde hinzu, welche heute die EISENFUNK-Mannschaft bilden.
Selbst als „Kind“ der Achtziger mit Atari und C=64 in Berührung gekommen, freut man sich natürlich umso mehr auf die musikalische Umsetzung diverser Telespielhighlights dieser Zeit. EISENFUNK gelingt das mit „Pong“, „Egoshooter“ und „Super Space Invaders“. Als Zugabe gibt es „Pong“ dann noch in 4 Remix-Versionen, unter anderem von XOTOX. An die „original Version“ kommen diese aus meiner Sicht allerdings nicht heran. Bauchschmerzen bekomme ich bei EISENFUNKs Version der Tetris-Hymne „Korobeinki“. Da fehlt nur noch H.P. Baxxter, der „Hyper, Hyper“ brüllt, und das wäre nicht das Schlimmste. Ähnlich verhält es sich nach meinem Geschmack mit „Medieval Bit“. Klingt irgendwie nach HEIMATAERDE bei reichlichem Guinness Genuss. Dass es den einen oder anderen zum tanzen anregen dürfte, sei an dieser Stelle aber auch bemerkt.
Alle Songs klingen anders, als es die Begriffe „Atari“ und „C=64“ vermuten lassen – modern, erfrischend und irgendwie witzig. Auf das Stilmittel „Sprache“ wird fast komplett verzichtet, trotzdem macht die Scheibe einen sehr kompakten, nie langweiligen Eindruck. Harte Beats, nette Melodien, was wünscht man sich mehr? Auch wenn hier und da nicht mein Geschmack getroffen wird, werden die meisten Songs in den Clubs wieder gut funktionieren und darauf kommt es ja für viele schließlich an. Also: „Let us play Pong!“

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